04.10.2016, 13:14 Uhr

FPÖ/GKL: „FH-Ausbau im Stadtpark kommt für uns nach wie vor nicht in Frage.“

Der geplante zusätzliche FH-Bau am orange markierten Teil des Kufsteiner Stadtparks erregt die Gemüter der FPÖ/GKL-Stadtpartei. (Foto: FH Kufstein Tirol)

Freiheitliche "bekennen sich auch nach der Wahl zum Erhalt der Grünflächen am Stadtparkareal" und können sich "Volksbefragung zum weiteren Stadtparkverbau" vorstellen.

KUFSTEIN. „Die Kufsteinerinnen und Kufsteiner müssen sich langsam wirklich fragen, was man ihren Lokalpolitikern überhaupt noch glauben kann“, kommentieren die beiden freiheitlichen Mandatare StR Walter Thaler und GR Christofer Ranzmaier stellvertretend für ihre gesamte Fraktion die Entwicklungen um den Ausbau der Fachhochschule auf der Grünfläche am Stadtparkareal. „Man erinnere sich an die Podiumsdiskussion im Februar, bei der noch alle Fraktionen hoch und heilig versprachen, ihre schützende Hand über den Stadtpark zu halten und einen Ausbau auf dem Areal kategorisch ausgeschlossen haben. Nun, keine acht Monate später, scheint in der Kufsteiner Stadtpolitik eine Epidemie des Vergessens ausgebrochen zu sein, weil sich nun urplötzlich niemand mehr an seine Versprechungen erinnern kann bzw. will“, so die beiden Freiheitlichen.

Ranzmaier und Thaler stellen im selben Atemzug klar, dass für ihre Fraktion auch jetzt noch gilt, was vor der Wahl versprochen wurde: „Von uns gibt es ein klares Nein zu diesen Ausbauplänen, wir müssen den letzten grünen Fleck im Herzen der Stadt um jeden Preis erhalten! Dass sich nun die Befürworter hinter der Widmung und einem angedachten Grundtausch verstecken, ist ein durchschaubares Manöver, was die Glaubwürdigkeit dieser Herrschaften jedoch auch nicht wiederherstellt. Fakt ist, dass die auf dem Areal wahrnehmbare Grünfläche – und das ist nun mal genau das, was die Bevölkerung landläufig unter ‚Stadtpark‘ versteht, verkleinert wird“, stellen die beiden Freiheitlichen klar, die sich zur Stadtparkbebauung auch eine Volksbefragung vorstellen können.

„Die seinerzeitige Kritik des Bürgermeisters an der Salamitaktik in der Politik scheint nun offenbar vergessen zu sein, weil er ihr mit seinem Umfaller nun selbst Tür und Tor öffnet. Unsere Fraktion wird ihm nicht den Metzger spielen und ihm nun beim Aufschneiden der Salami behilflich sein, um somit den Stadtpark Stück für Stück weiter zu opfern – hierbei spielen wir nicht mit. Es war immer angedacht, dass die Internationale Schule aus der FH ausgesiedelt wird, sobald die FH den Raum selbst benötigt. Das wäre nun also der perfekte Zeitpunkt über diese Übersiedelung nachzudenken, die aber plötzlich ein nicht mehr zu diskutierendes politisches Tabu darstellt.“, stellt Thaler klar.

Ranzmaier, seines Zeichens auch Obmann im städtischen Ausschuss für die Fachhochschule und die Internationale Schule, vermisst in der Diskussion allgemein den Weitblick: „Die Fachhochschule hat sich bis 2030 ambitionierte Ziele gesetzt, die sie so hoffentlich auch erreichen wird. So stehen wir spätestens dann jedoch wieder vor derselben Ausbaudiskussion, wo sich aus meiner Sicht die Argumentation bzgl. eines Ausbaus außerhalb des Stadtparks in der direkten Umgebung nicht ändern wird. Man wird also über kurz oder lang weitere Teile des Stadtparks opfern oder aber endlich über einen zweiten Standort nachdenken, was an zahlreichen Bildungseinrichtungen dieser Art bereits erfolgreich praktiziert wird“, erklärt Ranzmaier. „Wer also so tut, als wäre die Ausbaudiskussion auf der Grünfläche am Stadtparkareal mit diesem Plan nun endgültig vom Tisch und der Stadtpark damit gerettet, verkennt die Realität. Im Gegenteil, man öffnet dadurch erst die Büchse der Pandora.“

„Wir haben uns immer klar zur FH, aber auch zur Internationalen Schule bekannt“, so Thaler und Ranzmaier unisono, „und zu diesem Bekenntnis stehen wir auch nach wie vor. Die Fachhochschule ist mit den Arbeitsplätzen und den Studenten, die sie in die Stadt bringt, ein wertvoller Wirtschaftsfaktor, der erhalten und natürlich auch ausgebaut werden muss. Dieser Ausbau, der – sofern unsere politischen Mitbewerber den Stadtpark überhaupt noch als erhaltenswert ansehen – in der nächsten Stufe nach derzeitiger Faktenlage sowieso auf einem anderen Standort passieren muss, hätte besser schon gleich dort passieren sollen. Wir haben hierfür immer das Kasernenareal vorgeschlagen, wo ein solcher Ausbau auch außerhalb des Stadtzentrums die Wirtschaft beleben würde“, erklären die beiden Freiheitlichen abschließend.

Lesen Sie hier mehr überdie Erweiterungspläne der FH Kufstein Tirol.
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