22.06.2016, 10:40 Uhr

Ein Stück Silvretta für das Wohnzimmer

Buchpräsentation: Fotograf und Alpinist Ronald Lorenz (re.) mit Alpinarium-Gf Anton Mattle.

Fotograf und Alpinist Ronald Lorenz präsentierte sein Buch "Galtür und seine 'blaue Silvretta'" im Alpinarium Galtür.

GALTÜR (otko). Im Alpinarium Galtür fand vergangenen Sonntag der Multimediavortrag, sowie die Präsentation zum Buch „Galtür und seine blaue Silvretta – unterwegs in der hochalpinen Grenzregion zwischen Österreich – Tirol und Vorarlberg und Schweiz, Graubünden", von Fotograf und Alpinist Ronald Lorenz statt.
Eingeleitet wurde der Abend von Alpinarium-GF Bgm. Anton Mattle, der auch das Vorwort zum Buch geschrieben hat: „Beim Durchblättern des Buches werden Erinnerungen und gleichzeitig Sehnsüchte nach intakter Landschaft, glitzernden Gletschern, majestätischen Gipfeln, vom Wind getragenen Nebeln, kleinen Wassertümpeln und blühenden Wiesen geweckt. Jeder dieser Berge und Übergänge hütet sein Geheimnis vom Schönen und vom Schicksalhaften, vom Verbindenden und vom Trennenden. Der Fotoband ist ein wichtiges Zeitdokument in der sich durch Klimawandel, wirtschaftliche Erschließung und Entsiedlung verändernden Landschaft. Eine Landschaft, die ein Gebirgsstock mit neunundvierzig Dreitausendern und zahlreichen Gletschern prägt und in deren Tälern Menschen unterschiedlicher kultureller Prägung leben. Die GraubündnerInnen, die VorarlbererInnen und die TirolerInnen werden gleich den Gästen durch die Anziehungskraft der blauen Silvretta aneinandergebunden und erachten „ihre blaue Silvretta“ als einen der schönsten Flecken der Welt."


Der Weg zur Fotografie und weiter bis zum Buch

Ronald Lorenz ist 35 Jahre alt, lebt und arbeitet mit seiner Familie in Galtür.
Als er ungefähr acht Jahre alt war hatte er zum ersten mal die Möglichkeit, damals noch analog, in der Schweiz bei einem Familienausflug den „Rohnegletscher“ zu fotografieren.
Ab dort hatte er dann mehr oder weniger immer eine Kamera mit dabei. Die Faszination für die Berge konnte er nach seiner Ausbildung zum Tourismusfachmann in Innsbruck dann richtig ausleben.
Bei einem alpinen Ausbildungskurs in Vorarlberg traf er dann durch Zufall einen nicht ganz unbekannten Naturfotografen Andreas Künk - unzählige Touren führten sie zusammen in die Silvretta und die Begeisterung für die Fotografie wuchs weiter und weiter. Es entstand eine Freundschaft die bisweilen anhält.


Zahlreiche Reisen

Ronald Lorenz bereiste Afrika, Tansania und Kenia - kam zum Kilimanjaro und auf viele verschiedene andere Gipfel in Europa und auch nach Asien. Das Fotoequipment war immer dabei und wurde immer besser, neuer und mehr - von der kleinen Canon Powershot (Kompaktkamera bis zur Digitalen Spiegelreflexkamera).
Auf einer mehrwöchigen Tour durch Nepal bekam er immer wieder die Möglichkeit direkt mit den dort lebenden Familien zusammenzutreffen, zusammenzusitzen, zu reden. Die Menschen dieses kleinen Landes im Gebirge abzulichten, ihre Bräuche festzuhalten, das zog ihn zusehends in den Bann.
Den nötigen Respekt als Fotograf, denn man hat und braucht um mit den Menschen die man gerne „auf Film“ hätte zu kommunizieren, war immer spannend, besonders in den Ländern in denen nicht immer Deutsch und Englisch gesprochen wurde. Aber in 99 Prozent der Fälle reicht es schon, wenn man einfach seine Kamera vorsichtig vorzeigt, wenn es mal verweigert wird so muss man das ebenso respektieren.
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