11.04.2016, 09:10 Uhr

Wohnen bleibt Thema Nummer eins

Wohnbau im Tiroler Oberland: Martin Haßlwanter, Andreas Huter, Meinhard Reich (Sparkasse Imst AG), LR Johannes Tratter, Erwin Bouvier und Luca Scopetta (sReal) (v. l.).

Das wohn2-Center der Sparkasse Imst AG verzeichnet im Tiroler Oberland weiterhin einen sehr hohen Bedarf an Finanzierungen im Wohnbereich.

LANDECK (otko). Bis zu 490 Objekte im Jahr – vom klassischen Einfamilienhaus, über Wohnungen bis hin zur Sanierung – betreuen die Mitarbeiter des wohn²-Centers der Sparkasse Imst AG sowohl in Sachen Finanzierung als auch bei der Abwicklung der Förderungen.
"Die Nachfrage am privaten Wohnungsmarkt in den Bezirken Landeck und Imst ist nach wie vor groß", betont Andreas Huter, Leiter der Abteilung wohn². 2015 lag das Finanzierungsvolumen bei 55 Millionen Euro (davon 21 Millionen Euro an Bauspardarlehen). "Rund 400 Förderanträge wurden von uns abgewickelt und wir kümmern uns um den gesamten Bürokratismus", so Huter. Von 2010 bis 2015 halfen die Spezialisten der Sparkasse Imst AG bei der Errichtung von 2.300 Objekten. Das gesamte Finanzierungsvolumen für diesen Zeitraum liegt bei rund 232 Millionen Euro.


Wichtiger Faktor für Wirtschaft

Vorstand Martin Haßlwanter erklärt das Engagement der Sparkasse Imst AG im privaten Wohnbau im Oberland anhand folgender Trends: "Bis 2050 wächst die Bevölkerung in Tirol auf rund 790.000 Einwohner. Die Bevölkerung wird immer älter und die Gruppe der 60-Jährigen wird sich in den nächsten Jahren verdoppeln. Dadurch werden die Häuser und Wohnungen immer später an die nächste Generation übergeben." Ein weiterer Faktor sei zudem, dass die Zahl der Haushalte schneller wächst als die Bevölkerung. "Es gibt mehr Scheidungen und mehr Singles. Deshalb steigt auch der Wunsch nach den eigenen vier Wänden. Das niedrige Zinsniveau und die damit verbundenen günstigen Kredite sind zusätzliche Trends hin zum Eigenheim", erläutert Haßlwanter.
Einen dynamischen Markt ortet auch Luca Scopetta von sReal: "Es bewegt sich derzeit im Oberland sehr viel. 2015 wurden im Bezirk Landeck 305 Immobilien mit einem Wert von 80 Millionen Euro von uns vermittelt. Gerade die Nachfrage nach kleineren Immobilien und Grundstücken ist groß."
Ein weiterer Effekt ist, dass sich die hohe Nachfrage nach Wohnraum überaus positiv auf die lokale Wirtschaft auswirkt. "Die heimischen Betriebe im Bau- und Baunebengewerbe legen damit die Basis für ihren Erfolg. Mit unseren Finanzierungen leisten wir auch einen Beitrag dazu", ergänzt Vorstandsvorsitzender Meinhard Reich.
Dies bestätigt auch Unternehmer Erwin Bouvier: "Vor allem in den Zeiträumen, in denen im Tourismus nicht gearbeitet werden kann, sorgen die Aufträge der privaten Bauherren für zusätzlichen Umsatz. Das hilft uns natürlich sehr, die Arbeitsplätze ganzjährig sicher zu stellen."

Leistbares Wohnen

Das Land Tirol sorgt für zusätzliche Anreize, um diesen Trend aufrecht zu erhalten. "Gerade das Thema leistbares Wohnen brennt der Bevölkerung unter den Nägeln. Mit der Wohnbauförderung und der Sanierungsoffensive versuchen wir hier gegenzusteuern, denn gefördertes Wohnen ist leistbares Wohnen", erklärt Landesrat Johannes Tratter. Mit Jahresbeginn 2015 beschloss die Landesregierung bei der Wohnbauförderung umfassende Neuerungen. Neben der Erhöhung der Einkommensgrenzen und einer verbesserten Förderung von Projekten in verdichteter Bauweise wurde auch die Wohnstarthilfe, der Kinderzuschuss sowie die Mietzins- und Annuitätenbeihilfe spürbar erhöht.
"Mit der Zinssatzreduktion bestehender und einer gänzlichen Zinsbefreiung neuer Wohnbauförderungskredite während der ersten fünf Jahre ist ein weiterer Entlastungsschritt gelungen", verweist Tratter. Zudem hob er das aktuellste Vorhaben der "5-Euro-Wohnungen" für Menschen mit besonders niedrigen Einkommen hervor.
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