02.06.2016, 23:38 Uhr

Niederkreuzstetten knapp Überflutung entkommen

Franz Mathias vor dem gereinigten Hochwasserschutzbecken Tage nach dem Unwetter, bei dem sich der Wasserstand bereits wieder entspannt hat. (Foto: privat)

Verschlammte Keller, unpassierbare Straßen vermieden - ein glückliches Timing bei der Reinigung eines Hochwasserschutzbeckens verhinderte großen Schaden.

Die Hochwasserschutzbecken in den Ortschaften sollen Wassermassen bei Starkregen sammeln und kontrolliert ablassen, um die Straßen, Häuser und Keller vor Überflutungen zu schützen. Dies funktioniert aber nur, wenn die Becken in regelmäßigen Zeitabständen gereinigt und gewartet werden. Franz Mathias vom Dachverband Marchfeld-Weinviertel berichtet: "Wir erhielten von meiner Heimatgemeinde Kreuzstetten bereits vor Monaten den Auftrag, das in den letzten Jahren stark verschlammte und verwachsene Hochwasserschutzbecken in Niederkreuzstetten zu reinigen. Aber da es in den Wintermonaten nie richtig gefroren war, mussten diese Arbeiten immer wieder verschoben werden."

Nur wenige Stunden vor Unwetter gereinigt

Im Mai wurde die Säuberung schlussendlich durchgeführt und rund 6.000 Kubikmeter Schlamm und Erde wurden entsorgt. "Damit wussten wir, dass für die üblicherweise im Sommer auftretenden heftigen Gewitter gut vorgesorgt war. Dass bereits ein Tag nach Ende der Arbeiten aufgrund eines lokalen Unwetters in der Nacht zum 29. Mai das Becken den ganzen Ort vor Überflutungen rettete, war ein Riesenglück," ist Mathias erleichtert. 35 mm Regen in einer Stunde hatten gut zwei Drittel des 70.000 Kubikmeter fassenden Überlaufbeckens rasant gefüllt. "Bei den Arbeiten hat vom Zeitpunkt her einfach alles gepasst, sogar den mit unserer Situation erfahrenen Baggerfahrer konnten wir noch ein Monat vor seiner Pensionierung für uns gewinnen," schmunzelt der Wasserbändiger Mathias.
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