09.06.2016, 15:11 Uhr

Kauf regionaler Produkte sichert Arbeitsplätze im Bezirk

LAbg. Ecker: „Gerechte Preise sind für landwirtschaftliche Betriebe eine Überlebensfrage!“

Abgeordneter Ecker setzt sich für den Erhalt der landwirtschaftlichen Betriebe vor Ort ein.

Über 900 milchproduzierende Betriebe hat der Bezirk Rohrbach in den vergangenen zwölf Jahren verloren, übrig geblieben sind derzeit rund 1000. Insgesamt gibt es im Bezirk noch 2000 landwirtschaftliche Unternehmen, im Gegensatz zu 3450 im Jahr 1995. Der Bezirk Rohrbach ist drittgrößter Milchlieferant in Oberösterreich, durchschnittlich werden jährlich rund 112,5 Mio. Kilogramm Milch pro Betrieb produziert.
Eine Strukturänderung in der Landwirtschaft war zum Teil vorhersehbar, nun aber soll dieser Trend zur Größe nicht weiter fortgesetzt werden. „Das Einkommen der Landwirte kann bei längerfristig sinkender Preisentwicklung nicht über deren erzeugte Produkte gesichert werden, deshalb sind die landwirtschaftlichen Betriebe in den letzten Jahren gewachsen“, beschreibt VP-Landtagsabgeordneter Georg Ecker. Betriebe können bei diesen niedrigen Preisen nur durch Wachstum überleben. „Reines Wachstum wird in der Landwirtschaft aber nicht angestrebt. Die meisten wollen sich als Familienbetriebe erhalten, auch weil die Unternehmer sich mit ihrem Einkommen Fremdarbeitskräfte nach wie vor nicht leisten können“, zeigt Ecker auf, „dafür ist das Bewusstsein der Konsumenten für den Kreislauf von regionalem Einkauf bis zur Erhaltung von regionalen Arbeits- und Ausbildungsplätzen besonders wichtig.“ Speziell in Zeiten niedriger Produktpreise und dem Kampf ums betriebliche Überleben ist die Wertschätzung der regionalen Lebensmittel von großer Bedeutung: „Konsumenten, die regionale, hochqualitative Produkte bzw. Lebensmittel österreichischer Marken kaufen, stellen sicher, dass die bäuerliche Landwirtschaft vor Ort erhalten bleibt und das Einkommen der Bäuerinnen und Bauern gesichert ist. So bleibt auch die Wertschöpfung in der Region“, appelliert Georg Ecker an die Konsumenten, „jeder kann dazu beitragen, die Regionalität zu fördern und zu stützen oder eben zu schädigen, was Abwanderung von Arbeitsplätzen aus dem Bezirk Rohrbach zur Folge hat, weil die noch billigeren Produkte nicht mehr bei uns erzeugt werden können.“ Nicht nur die Konsumenten sind zu Bewusstsein aufgefordert. Auch die Händler sind mitverantwortlich: „Würden die Handelsketten hinter Regionalität und bäuerlicher Entwicklung stehen, müssten sie daran interessiert sein, regionale Produkte unserer Bauern in den Regalen anzubieten. Die Unternehmer tragen Verantwortung, die sich auch in deren Markenpolitik zeigen sollte“, so Ecker.
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