06.06.2016, 14:35 Uhr

Von grauen Wölfen und der neuen Rechten

Immer wieder sorgen die "Identitären" für Aufsehen, wenn sie mit anderen rechtsextremen Gruppen beispielsweise an Staatsgrenzen aufmarschieren. (Foto: Florian Koch)

Rechtsextremismus-Experte Uwe Sailer klärt am 16. Juni in Salzburg über die "Identitären" und die türkischen "Grauen Wölfe" auf.

SALZBURG (ck). Der Datenforensiker Uwe Sailer wird häufig als "Angstfeind" der FPÖ bezeichnet und gilt inzwischen über die Landesgrenzen hinaus als Experte für Rechtsextremismus in Österreich. Der KZ-Verband Salzburg holt ihn in einer Kooperation mit der Bürgerliste und der StV-Geschichte am 16. Juni nach Salzburg, wo er ab 18.30 in der Academy-Bar (Franz-Josef-Straße 4) über "Die Neue Rechte" sprechen wird. Unterstützt wird Sailer dabei vom grünen Nationalratsabgeordneten Karl Öllinger, welcher auch Initiator der Plattform "Stoppt die Rechten" ist.

Salzburg besonders prekär

"Aufgrund seiner Grenznähe hat Salzburg eine besonders prekäre Lage, was die Neue Rechte betrifft. Die Identitären versuchen Aktionen an der Grenze durchzuführen und nutzen die Stadt als Platz, um Netzwerke in die rechtsextreme Szene in Bayern und ganz Deutschland zu ziehen", sagt Siegfried Trenker vom KZ-Verband. Anfang 2016 kam es zu regelmäßigen Kundgebungen der Identitären in Salzburg, worüber auch wir berichteten.

Türkischer Nationalismus

"Sie schleichen heran und drängen sich in die Mitte der Gesellschaft. Sie verkörpern Nationalismus nach türkischer Art, verpackt als Sport- und Kulturvereine. So mancher österreichische Politiker folgte deren Einladungen schon als Ehrengast. Graue Wölfe leben den „Pantürkismus“ und „Turanismus“ und leugnen den Armenischen Völkermord. Seit Jahren expandieren die „Grauen Wölfe“ vor allem in Öberösterreich und Umgebung Salzburg-Stadt. 2013 erwarben sie in Salzburg Bergheim zwei Bürogebäude und adaptierten sie. Nun führt ihr Weg nach Bayern", so Uwe Sailer zu den sogenannten Grauen Wölfen. Gerade im März 2016 sorgte die Gruppierung auch in Salzburg für Aufsehen, worüber wir hier berichteten.
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