18.04.2016, 16:52 Uhr

Schönheitsgeheimnis mit Pferdestärke

Rupert Roider ist der einzige Stutenmilch-Produzent in ganz Salzburg und Oberösterreich.
Vor fünf Jahren hat Landwirt Rupert Roider aus Henndorf auf Noriker und Percherons sowie die Produktion von Stutenmilch umgesattelt – und es nicht bereut. Er beliefert sieben Maximarkt-Filialen mit Stutenmilch, die schon Königin Cleopatra und Kaiserin Elisabeth zu Schönheit verholfen haben soll.
Es war die Hauterkrankung seines Sohnes, die Maria und Rupert Roider vor fünf Jahren zu ersten Mal nach Stutenmilch greifen ließ. "Wir haben sofort gesehen, dass seine Neurodermitis schlagartig besser wurde – und da haben wir uns gedacht, wir haben auf unserem Bauernhof genug Platz um selber Pferde zu züchten und Stutenmilch herzustellen", erzählt der Landwirt. Anfangs von Nachbarn und Bekannten gelächelt, ist seine Salzburger Stutenmilch mittlerweile schon längst zum Erfolgsprojekt geworden.

Eine Stute gibt 20 Liter pro Tag – 16 Liter trinkt ihr Fohlen selber

Mit acht Stuten, einem Hengst und aktuell sechs Jahrlingen sowie einem erst wenige Tage alten Fohlen produziert er zwischen 400 und 500 Liter Stutenmilch pro Monat. Die Arbeit ist aufwändig, eine Stute gibt sechs bis sieben Monate lang nach der Geburt ihres Fohlens rund 20 Liter Milch täglich – nur vier Liter davon kommen in die Produktion, den großen Rest bekommt das eigene Fohlen.

Nachfrage ist groß

Wenn er wollte, dann könnte Rupert Roider sehr viel mehr Stutenmilch verkaufen, denn die Nachfrage ist groß. Kein Wunder, werden der Stutenmilch doch ein hoher Gesundheits- und Genusswert zugeschrieben. "Vergrößern hieße, dass wir unsere Fohlen nicht mehr an den Mann kriegen, und für den Schlachter will ich nicht produzieren", sagt der Henndorfer. Die Pferde aus seinem Stall werden von Brauereien als Zugpferde oder von Bauern für die Arbeit im Wald gekauft. Doch da ist die Nachfrage eben begrenzt.

Als Rohmilch im Tiefkühlregal und als Kosmetikprodukt erhältlich

Der Großteil seiner Stutenmilch landet gefiltert und in 0,33 LIter-Fläschchen abgepackt, tiefgekühlt und zum Preis von drei Euro in einer von sieben Maximarkt-Filialen in Salzburg und Oberösterreich, ein kleinerer Teil wird zu hochwertiger Bio-Kosmetik verarbeitet und direkt ab Hof verkauft. "Die Milch sollte man kalt oder lauwarm trinken und keinesfalls erhitzen, denn dann gehen die wertvollen Inhaltsstoffe verloren", weiß Maria Roider. "Und man kann sie auch ins Badewasser geben, das macht die Haut besonders weich, nicht nur bei Neurodermitis", ergänzt Rupert Roider.
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