20.06.2016, 12:53 Uhr

500 Jahre Mölltaler Kirchen

Die Pfarrkirche in Rangersdorf (Foto: Katholische Kirche Kärnten)

Rangersdorf und Mörtschach begehen mit Bischof Alois Schwarz besonderes Jubiläum.

RANGERSDORF, MÖRTSCHACH. 500 Jahre ist es her, seit die beiden Pfarrkirchen in Mörtschach und Rangersdorf sowie die Rangersdorfer Filialkirche Tresdorf geweiht wurde. Aus diesem Grund zelebrierte Diözesanbischof Alois Schwarz Festgottesdienste und weihte den neuen Volks-Altar der Pfarrkirche Rangersdorf ein.

Vor 500 Jahren geweiht

Die Pfarrkiche „Hll. Petrus und Paulus“ in Rangersdorf wird urkundlich erstmals 1292 erwähnt. Die heutige mittelgroße Anlage wurde 1516 geweiht. An der Nordwand des dreijochigen Langhauses befindet sich ein Fragment eines spätgotischen Freskos, das die Flucht nach Ägypten darstellt. Der Hauptaltar mit Seitenfiguren der Kirchenpatrone stammt aus dem Neobarock (2. H. d. 19. Jhs.). Die beiden Seitenaltäre (1879) von Johann Rotschopf sind der Muttergottes (links) und dem heiligen Josef (rechts) geweiht. Ebenso von Rotschopf geschaffen wurde 1879 die Kanzel mit Halbreliefs der Evangelisten. Erwähnenswert sind auch eine Konsolfigur der hl. Anna mit Maria als Kind sowie eine zum Himmel weisende Schutzengelfigur mit Kind unter der Empore. Der Flügelaltar von 1423 mit Szenen aus der Legende der Kirchenpatrone ist als ältester erhaltener Flügelaltar Kärntens in der „Schatzkammer Gurk“ ausgestellt. Der neue Volksaltar in der Pfarrkirche wurde von einem Rangersdorfer Tischlermeister und dessen Sohn aus heimischer Lärche, veredelt mit Intarsien aus Nuss und Ahorn, gefertigt.

1516 fertiggestellt

Die Pfarrkirche Mörtschach, erhöht auf einem Hügel gelegen, ist dem hl. Leonhard geweiht. Die Kirche wurde im Jahre 1516 fertig gestellt, wie die Inschrift am Westportal belegt. Neben der Jahreszahl sind am spitzbogigen Portal auch ein Wappen und ein Weihkreuz dargestellt. Das einschiffige Langhaus verfügt über einen Südturm mit Spitzbogenfenstern und Spitzgiebelhelm. Der Hochaltar (1754/55) zeigt Figuren der Heiligen Petrus und Paulus. Aus der gleichen Zeit wie der Hochaltar stammen auch die beiden Seitenaltäre. Der rechte neugotische Seitenaltar die Lourdes-Madonna. Auf der Kanzel (1800) ist Christus als Guter Hirte dargestellt. Die Kirche wurde 1967 außen und 1984 innen restauriert.
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