21.07.2016, 10:51 Uhr

Montessori-Zweig in Spittal: Neue Verhandlungen im Herbst

Auch nach Schulschluss geht es in der VS West in Spittal rund

Runder Tisch hat dennoch stattgefunden. Montessori-Klassen bleiben zusammen - vorerst.

SPITTAL (ven). Der Wirbel um die räumliche Verlegung der vier Montessori-Klassen in der Volksschule West in Spittal reißt nicht ab. Nach einem - nun doch einberufenen - runden Tisch soll im Herbst weiter an einer Lösung gearbeitet werden.

Neue Aufteilung

Schulleiterin Johanna Rauter-Verdianz wollte - wie berichtet - Platz für die Nachmittagsbetreuung schaffen und die Klassen räumlich nach Schulstufen und schwerpunktübergreifend zusammenlegen. Dies bedeute auch die Trennung der Montessori-Klassen, die derzeit in einem eigenen Trakt untergebracht sind. Dagegen wehren sich die Eltern der Kinder, die die Montessori-Klassen besuchen, da dies den "Grundgedanken des Montessori-Konzeptes zerstören" würde.

"Es bleibt, wie es ist"

Der runde Tisch wurde nun von Pflichtschulinspektorin Helga Reiter einberufen, mit dabei waren zwei Lehrkräfte, zwei Mütter von Montessori-Kindern, Bürgermeister Gerhard Pirih, Gemeindeabteilungsleiter Michael Gaggl, Schulreferent Gerhard Klocker sowie Schulleiterin Rauter-Verdianz. "Vorerst bleibt alles so, wie es ist", so Landesschulratspräsident Rudolf Altersberger zur WOCHE.

"Lehrer zeigten Rückgrat"

Elternvertreterin Bettina Bärntatz freut sich über die neuen Entwicklungen, dass die Klassen: "Der Druck der Eltern, die viel Eigeninitiative gezeigt haben, hat gewirkt", sagt sie. Es wurden 200 Unterschriften - nur eine wurde zurückgezogen - gesammelt. "Auch die Montessori-Lehrer haben Rückgrat gezeigt, schließlich geht es um die Kinder und die Qualität des Unterrichts", so Bärntatz. "Die Gemeinde hat gesehen, dass es pädagogisch ein Nachteil wäre, die Klassen zu trennen, denn eines der wesentlichen Dinge ist eben das altersübergreifende Arbeiten." Am 19. Oktober feiere die Schule 20 Jahre Montessori - "damit wäre dies alles zunichte gemacht worden", ergänzt die Mutter von zwei Mädchen.

Entwicklungsprozess zur Öffnung

Für die Schulleiterin ist dies aber nur eine Momentaufnahme. "Wir haben mit den Schulpartnern vereinbart, dass mit Schulbeginn 2016/17 ein Entwicklungsprozess gestartet wird, der die Öffnung des Montessori-Traktes zum Inhalt haben soll. Dies soll auch professionell begleitet werden", so Rauter-Verdianz zur WOCHE. Die anderen Klassen mit Schwerpunkten Musik und Sport werden allerdings - wie geplant - siedeln und nach Schulstufen zusammengefasst.
Wenn im Herbst die Aufteilung wieder Thema werde, hat Bärntatz erneut Widerstand angekündigt.
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