28.04.2016, 11:18 Uhr

Seeboden verfügt über ein dickes finanzielles Polster

Der Gemeinderat hat während seiner zweiten Sitzung in diesem Jahr die Jahresrechnung 2015 abgesegnet

Jahresrechnung 2015 bei fünf Nein-Stimmen im Gemeinderat verabschiedet

SEEBODEN. Im Unterschied zu mancher Nachbargemeinde steht Seeboden finanziell gut da. Das zeigt die Jahresrechnung 2015, die der Gemeinderat bei fünf Gegenstimmen der Freiheitlichen absegnete. Das von Trautlinde Dabernig, Leiterin der Finanzverwaltung, detailliert vorgetragene Budget weist einen Überschuss von 310.000 Euro auf. Damit verfügt die Seegemeinde über Rücklagen in Höhe von 1,4 Millionen Euro, die sich in den vergangenen Jahren angesammelt haben. Bürgermeister Wolfgang Klinar: "Seeboden gehört zu den 20 Prozent der finanzkräftigsten Kärntner Gemeinden. Wir sind gut unterwegs."

Landesförderung steht noch aus

Der Ordentliche Haushalt weist ein Plus von 9.660 Euro auf, der außerordentliche ein Minus von 971.000 Euro. Zu diesem Soll-Abgang erläuterte Trautlinde Dabernig, die Rechnungen seien zwar alle bezahlt, doch stünden die Fördergelder des Landes noch aus, die verzögert erst im Verlaufe des Jahres eingingen. Das finanzielle Polster der Gemeinde ist, wie die Expertin der WOCHE erklärte, unter anderem auf die regelmäßigen Kommunalsteuereinnahmen zurück zu führen, den zweithöchsten nach Spittal in Oberkärnten.

Die fünf FPÖ-Mandatare mit Gemeindevorstand Horst Zwischenberger haben ihr Nein mit Kostenüberschreitungen gegenüber den Ansätzen begründet.

Zwei Tanklöschfahrzeuge

Gerade drei Zuhörer verfolgten die Gemeinderatssitzung. Sie waren Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr, die wohlwollend zur Kenntnis nahmen, dass zwei Ortswehren neue Fahrzeuge erhalten. Tangern bekommt ein Allrad-Kleinlöschfahrzeug (KLFA) für 161.000 Euro, zu dem die Gemeinde 2017 und 2018 je 50.000 Euro besteuert, der Landesfeuerwehrverband 54.800 Euro. Den Rest hat die Ortswehr zu tragen.

Die Lieserhofener Wehr wird um ein 320.000 Euro teures Tanklöschfahrzeug-Allrad (TLFA) erweitert. Die Gemeinde beteiligt sich an der Finanzierung 2019 und 2020 mit jeweils 100.000 Euro, 120.000 Euro soll wiederum der Landesfeuerwehrverband bezahlen.
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