14.06.2016, 17:30 Uhr

"Das war ein klassischer Durchfaller"

Die Bezirksblätter-Testpiloten Ivan Gabrovec und Herbert Gödel mit Fahrschule Sauer-Chef Richard Mader.

Teil sieben unserer Mobilitätsserie: Erfahrene Autofahrer bei der Prüfungsfahrt durch St. Pölten. Experten erklären die häufigsten Fehler.

ST. PÖLTEN (red). 4.154 Führerscheine wurden im Jahr 2015 in St. Pölten laut Bezirkshauptmannschaft neu ausgestellt. Diese Personen haben die theoretische und praktische Prüfung also geschafft. Doch wie sieht es mit Verkehrsteilnehmern aus, bei denen der Test vor mehreren Jahren stattfand? An der theoretischen Prüfung sind alle Redakteure der St. Pöltner Bezirksblätter gescheitert. Ohne Vorbereitung sei es auch fast unmöglich, den Test zu bestehen, meinen viele Experten. Und wie sieht’s bei der praktischen Prüfung aus?

Zu viele Fehler

40.000 bis 45.000 Kilometer fährt Herbert Gödel, Gemeinderat in Kirchberg, pro Jahr. Vor 19 Jahren bestand er die praktische Führerscheinprüfung. Seither schlichen sich Fehler ein, wie eine Testfahrt mit Fahrschule Sauer-Chef Richard Mader zeigte: Vor einer Schule in St. Pölten war er zu schnell unterwegs, um bei einem auf die Straße stürmenden Kind rechtzeitig reagieren zu können. Mit den Schulterblicken haperte es bei Gödel ebenfalls, der zwar auch positives Feedback erhielt, für eine echte Prüfung wären aber zu viele Fehler passiert.

Ablenkung und Konzentration

"Das war ein klassischer Durchfaller", rügte Mader auch Ivan Gabrovec. Abgelenkt durch ein Gespräch war der Bezirksblätter-Geschäftsstellenleiter vor dem Gym in der Josefstraße, wo ein parkender Autobus die Sicht auf den Gehsteig nahm, zu schnell unterwegs. "Genau das ist das Thema", so Mader: "Ablenkungen führen häufig zu Unfällen. Oft konzentriert man sich zu wenig auf das Wesentliche." Nur wenige Meter vom Sauer-Fahrtechnikzentrum entfernt, hatte der Testpilot schon den ersten Fehler gemacht: Beim Abbiegen nach rechts hatte er auf den Schulterblick vergessen.

Falsche Blink- und Blicktechnik

Gödel und Gabrovec sind mit den Blickfehlern nicht alleine. Laut Mader gewöhne man sich im Laufe der Zeit Automatismen an. Dazu gehören etwa zu knappes Auffahren und falsche Blink- sowie falsche Blicktechniken. Letztere sollen heute vor allem Radler, die von rechts hinten kommen, schützen. "Vor 20 Jahren waren Radwege noch kein großes Thema", so Mader. Heute ist das freilich anders, was für unsere Testfahrer nur ein Grund ist, warum sie Auffrischungskurse begrüßen würden.

Zur Sache

Eines der 13 risikobehafteten Vormerkdelikte des seit 2005 gültigen „Punkte-Führerscheins“ ist die Nichtbeachtung des Rotlichts. Weitere Vergehen wären etwa zu geringer Sicherheitsabstand, Nichtbeachtung der Kindersicherung oder das Befahren des Pannenstreifens (Ausnahme: Rettungsgasse).

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