17.08.2016, 00:00 Uhr

Der "Mister Kultur" des Tullnerfeldes

Immer mit erhobenem Zeigefinger unterwegs: "Mister Kultur" Franz Müllner. (Foto: Zeiler)

Franz Müllner hat sein Hobby zum Beruf gemacht

KÖNIGSTETTEN/BEZIRK. Seine Hobbys hat der 59-Jährige zu seinem Beruf gemacht: Kultur, Reisen und Tennis. Das alles lässt sich aus Sicht von Franz Müllner schön miteinander verbinden. Doch das war nicht immer so, der Königstettener begann seine Karriere als Industriekaufmann, quittierte diesen Job, da das Unternehmen verkauft wurde, genoss die Abfertigung, um Haus zu bauen. In der Gemeinde hat er um einen Job nachgefragt, letztendlich landete er auf dem Sessel des Bezirkssekretärs der Tullner Volkspartei, wo ihm damals (1995) bereits vom heutigen Landeshauptmann Pröll mitgeteilt wurde, dass die Kultur Einzug halten solle.

Mit Prokopetz auf "Du"

Gesagt getan, die erste Veranstaltung mit Hans Peter Heinzl war ein voller Erfolg, der Tullner Stadtsaal ausverkauft. Was er heute ist, hat er eben genau diesem Zufall zu verdanken, die Auslagerung der Kultur in einen Verein gelang, der Tullnerfelder Kulturverein wurde gegründet. Die Entscheidung der Selbständigkeit fiel Müllner nicht schwer, auch wenn er in der Partei hätte andere Wege einschlagen können. Auch wenn viele zum damaligen Zeitpunkt nicht verstanden haben, warum er den Job aufgegen hat, heute stehen auf seiner Freundesliste viele Namen bekannter Künstler, wie etwa Andy Lee Lang, Adi Hirschal, Stella Jones und Joesi Prokopetz, um nur einige zu nennen.

Kultur-Zenit ist erreicht

Ein großer Bedarf an Kulturarbeit in der Region wurde geleistet, oft jedoch habe er nicht verstanden, warum Kulturzentren gebaut werden, um dann einmal im Jahr einen Feuerwehrball abzuhalten – um dies spitz zu formulieren. Mittlerweile sei der Zenit in Sachen Kultur schon lange erreicht, mit der Eröffnung des Danubiums biete man Bewohnern und Gästen eine Vielfalt an Veranstaltungen.

Neue Strategie musste her

Daher wurde es auch an der Zeit, die Strategie zu ändern, Veranstaltungen werden bereits ein Jahr vorher beworben, die Karten sind auch umgehend erhältlich, und wo es vor zwei Jahren noch sechs Ausstellungen gab, macht man nun eine. Aber dafür eine größere Geschichte. Ganz groß wird’s im nächsten Jahr, da in Grafenwörth eine Beatles-Show auf dem Programm steht.

Kunst der Überredung

Auch einiges an Anekdoten hat der Königstetter miterlebt, etwa, als die Philharmoniker wegen einer Japan-Tour ausgefallen sind und Heribert Sasse als "Herr Karl" einspringen sollte – und zwar in einem Möbelhaus in der Schlafzimmerabteilung, woraufhin dieser am Tag des Auftrittes zuerst ab- und nach einem Gespräch zusagte.

Zur Sache:
Auf gesamt 750 Veranstaltungen und 160.000 Besucher blickt Franz Müllner zurück – und es werden noch mehr. Hier ein kleiner Auszug:
16.9.: Michelhausen, HB24/Spital: Hans Ecker Trio
29.9.: Tulln, Minoritenkloster, Kunst im Tullnerfeld mit Josef Bramer
1.10. Tulln, Danubium Trachtenball
8.10. Tulbing, Berhotel Tulbingerkogel, Die Wiener, Philharmonisches Konzert
21.10. Königstetten, Stalltheater, Literatur- & Musiktag mit Hans Theessnik und Konstanze Breitebner
26.11. Tulln, Danubium, Tullnerfelder Advent mit Stella Jones und American Christmas Gospel
17.12. Atzenbrugg, Golfclub, Licht ins Dunkel Tullnerfeld

5.1. 2017: Tulbing Berghotel Tulbingerkogel, Tullnerfelder Neujahrskonzert 2017
11.3.2017: Tulbing, Berghotel Tulbingerkogel, Joesi Prokopetz: Vorpremiere "Voll-Pension"

Mehr zum Tullnerfelder Kulturverein finden Sie hier.
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