09.03.2016, 00:00 Uhr

Helfen, der Menschen wegen

Noberg C. Payr (2. Sekretär), Joe Frank (Berufsdienstbeauftragter), Heinz Neubauer (Clubdienstmeister), Ismail Sadek (Assistant Governor) und Gattin Doris Sadek. (Foto: Zeiler)

Himbeerplantagen, medizinische Geräte und Katastrophenhilfe: Jetzt reden die Rotarier.

ZEISELMAUER / ZÖFING / TULLN. "Es ist das älteste Social-Media-Network das es gibt", lacht Heinz Neubauer. "Ist es wahr?", "Ist es fair für alle Beteiligten?", "Wird es Freundschaft und guten Willen fördern?", "Wird es dem Wohl aller Beteiligten dienen?" – diese vier Fragen stehen im Zentrum von Rotary, jenem gemeinnützigen Club, der sich dem Dienst am Mitmenschen verschrieben hat. Auch in Tulln gibt es einen, die Bezirksblätter durften bei einem sonntäglichen Frühstückstreffen dabei sein.
Zum Rotarier wird man nicht, weil man es möchte, man muss schon ausgewählt werden. Und noch nicht einmal das gilt, denn danach entscheiden die Mitglieder über die Aufnahme. Auch Frauen sind mittlerweile willkommen, bei zwölf Prozent liegt ihr Anteil österreichweit.

Medizinische Geräte

Der sogenannte Distrikt 1910, dem auch die Tullner angehören, kann schon auf viele gelungene Projekte stolz sein: Etwa wurden medizinische Geräte (Mammografie, Dialyse) oder aber auch Krankenhausbetten angekauft und in "17 LKW-Ladungen zu je 40 Tonnen nach Bosnien transportiert", informiert Ismail Sadek. Aber auch landwirtschaftliche Projekte wurden gestartet – von den jungen Rotariern: "Drei Himbeerfarmen wurden schon angebaut", weiß Doris Sadek, die gemeinsam mit den Jugendlichen einen Besuch vor Ort abgestattet hat. Auch der internationale Schüleraustausch findet überaus großen Anklang. In seiner Zuständigkeit für den sogenannten internationalen Dienst ist Ismail Sadek stolz auf das jüngste Projekt, wo "in Ägypten in einem Elendsviertel ein Lernzentrum sowie eine Bibliothek mit Computern eingerichtet werden konnte."
In Summe wurden dafür 60.000 Euro investiert. Aber auch bei Naturkatastrophen helfen die Rotarier unverzüglich und zwar mit sogenannten "Shelter-Boxen", die für etwa sechs Personen alles zum Überleben bieten. 18 davon wurden bisher von den Tullnern bezahlt. Wie sie der Asyldebatte gegenüberstehen, darauf gibt es keine Antwort, denn "für uns Rotarier steht fest, dass wir keine öffentliche Meinung zu Religion oder Politik abgeben", so Neubauer.
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