29.09.2016, 11:52 Uhr

Equal Pay Day: Arbeit gerecht verteilen

Günther Franz, Doris Hahn und Sabrine Felber. (Foto: Zeiler)

Presseaussendung der SPÖ

BEZIRK TULLN (red). „Bezahlte und unbezahlte Arbeit muss in Zukunft gerechter verteilt werden. Frauen leisten zwei Drittel der unbezahlten Arbeit. Das muss sich ändern, damit wir die Lohnschere endlich schließen“, sagt die SP-Bezirksvorsitzende der Frauen, Doris Hahn, im Rahmen eines Pressegespräches.
Die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern sind mit 22,36 Prozent in Österreich immer noch sehr hoch. Am 11. Oktober ist bundesweiter Equal Pay Day. Ab diesem Tag arbeiten Frauen statistisch gesehen bis Jahresende gratis. Männer haben zu diesem Zeitpunkt das Jahreseinkommen der Frauen bereits erreicht. Die SPÖ-Frauen machen sich mit Straßenaktionen in ganz Österreich unter dem Motto „Arbeit gerecht verteilen“ für Lohngerechtigkeit stark.


Kluft in der Arbeitszeit zwischen Frauen und Männern

Beinahe jede zweite Frau in Österreich arbeitet Teilzeit, das bedeutet weniger Gehalt und niedrige Pension. Für viele Frauen ist Teilzeit auch aufgrund fehlender Kinderbetreuung eine Notwendigkeit, um Beruf und Familie zu vereinbaren. Männer machen – oft unfreiwillig – Überstunden. Die wachsenden Unterschiede in der Arbeitszeit entsprechen nicht immer dem Wunsch der Beschäftigten. Vollzeitarbeitskräfte wollen oft kürzer arbeiten, Teilzeitarbeitskräfte wollen oft ihre Stunden aufstocken.

Überstunden abbauen – Arbeitszeit verkürzen

2015 wurden laut Arbeiterkammer etwa 52 Millionen Mehrarbeits- und Überstunden nicht bezahlt. Dieses Volumen entspricht umgerechnet einem Ausmaß von über 30.000 Vollzeitarbeitsplätzen. Überstunden gehören abgebaut. Gelingen kann das unter anderem durch das Einheben eines sogenannten Überstunden-Euros. Verkürzte Vollzeit für alle, die Eltern geworden sind, ist eine weitere Möglichkeit.

Ausbau der Kinderbetreuung

Noch immer gibt es viel zu wenige Betreuungsplätze, speziell für die Unter-3-Jährigen, aber auch für Schulkinder. Die Betreuungsquote bei den Unter-3-Jährigen beträgt in Österreich 23,8 Prozent. In dieser Legislaturperiode werden 305 Millionen Euro in den Ausbau der Kinderbildungseinrichtungen investiert.

Ganztägige Schulen: Angebot verdoppeln

Auch das Angebot an ganztägigen Schulformen wird erweitert. Hier ist der Sozialdemokratie Anfang Sommer ein weiterer wichtiger Verhandlungserfolg gelungen: Zusätzlich zu den bestehenden Maßnahmen werden 750 Millionen in den Ausbau der Ganztagsschulen investiert. Bis 2025 soll es ein ganztägiges Angebot für 40 Prozent der SchülerInnen geben, das entspricht einer Verdoppelung.
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