30.05.2016, 20:31 Uhr

Reh verirrte sich in geriatrische Abteilung des LKH Villach

Ein Rehbock verirrte sich ins LKH Villach!

Notruf aus LKH Villach: Ein Rehbock im Keller! Die Rettungsaktion war aufwändig – und erfolgreich.

VILLACH. Tierisches Villach: Zuletzt ein Bär beim Westbahnhof, jetzt ein Rehbock im LKH! Hegeringleiter Josef Winkler erinnert sich gut an den Anruf der Polizei. Er möge doch bitte mit seinem Narkosegewehr auf das Gelände des LKH Villach
kommen, ein Hirsch habe sich in den Keller der geriatrischen Abteilung verirrt.

Rehbock sprang in Schacht des LKH-Villach-Gebäudes

An der Rückseite des LKH-Gebäudes der geriatrischen Abteilung angekommen, Polizei und auch die Feuerwehr Villach waren vor Ort, entpuppte sich der vermeintliche Hirsch sehr schnell als junger Rehbock, der über eine Brüstung in einen zwei Meter darunter liegenden Schacht gesprungen war und dort vermutlich schon ein oder zwei Tage ausgeharrt hat. Als dann eine Reinigungskraft ein Fenster zu diesem Schacht öffnete, sprang der verzweifelte
Rehbock in den Keller. Die ungewöhnliche Begegnung dürfte beide erschreckt haben: Der Rehbock jedenfalls sprang durch das Fenster wieder ins Freie, die
Frau fotografierte das Tier noch rasch und holte dann Hilfe.

Ausflug endete für Reh unverletzt

Da der Schacht, in dem sich der Rehbock befand, dicht bewachsen war, musste Josef Winkler auf den richtigen Moment warten, um das Tier zu betäuben und nicht noch mehr aufzuregen: „Ich habe von der Brüstung aus den Rehbock mit einem Schuss narkotisiert, nach zwanzig Minuten war der Bock eingeschlafen
und konnte von den Männern der Feuerwehr aus dem Schacht geborgen werden.“ Das Tier wurde in das Auto des Jägers verladen, markiert und am Rande Villachs in einem Waldstück wieder in die Freiheit entlassen.
Winklers Fazit: „Ein ungewöhnlicher Einsatz! Aber es freut mich, dass wir den Bock unverletzt wieder aussetzen konnten.“

Verhalten gegenüber Wiltieren

Sollten Sie jemals einem Wildtier in einer ungewöhnlichen Situation gegenüberstehen: "Versuchen Sie nicht das Tier zu fangen. Rufen Sie bitte die Polizei oder einen Jagsaufseher an." Und aus aktuellem Anlass: "Jetzt sind die ersten Rehkitze unterwegs - sollten Sie ein Jungtier finden, bitte nicht angreifen, die Mutter befindet sich meist in unmittelbarer Nähe. Denn riecht das Kitz nach Mensch wird es meist von der Mutter verstoßen", so der Experte Josef Winkler.
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