14.10.2016, 14:12 Uhr

Lavanttalbahn erhöht ihre Attraktivität

Zentrales Projekt der sicherheitstechnischen Aufrüstung ist die Errichtung der Unterführung in der St. Jakober Straße (Landesstraße 137) (Foto: ÖBB)

ÖBB, Land Kärnten und Stadt Wolfsberg fixieren den Ausbau der Lavanttalbahn.

petra.moerth@woche.at

WOLFSBERG. Mit dem Bau der Koralmbahn zwischen den Landeshauptstädten Graz und Klagenfurt erfährt auch die Lavanttalbahn in der Stadtgemeinde Wolfsberg eine Attraktivierung.
Die Unterzeichnung der Vereinbahrung zur Auflösung und technischen Sicherung von mehreren Eisenbahnkreuzungen markiert in der Lavanttaler Bezirkshauptstadt einen wichtigen Meilenstein für das Vorhaben von ÖBB, Land Kärnten und Stadtgemeinde Wolfsberg. "Besonders wichtig ist dabei die Errichtung der neuen Unterführung in der St. Jakober Straße mitten in Wolfsberg. Ein zentraler Verknüpfungspunkt in der Bezirksstadt wird damit für alle Verkehrsteilnehmer noch sicherer gemacht", betont Vorstandsdirektor Franz Bauer von der ÖBB-Infrastruktur AG.

"Historischer Moment"

Dass nach Jahren des Verhandelns nun endlich alles unter Dach und Fach ist, freut auch den Kärntner Straßenbaureferenten Gerhard Köfer (Team Kärnten): "Das Gesamtprojekt ist ein weiterer Schritt in Richtung mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer. Gleichzeitig werden damit zehn Millionen Euro investiert. Dies ist ein wichtiger Impuls für die Kärnter Wirtschaft und die heimischen Unternehmen", so Köfer. "Diese Vereinbarung ist für die Stadt Wolfsberg ein historischer Moment", erklärt Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz (SPÖ), der "in dem Ausbau der Lavanttalbahn zu einer modernen und leistungsfähigen Verkehrsachse als Zulauf für die für Südösterreich so bedeutende Koralmbahn eine enorme Aufwertung für den Wirtschaftsstandort Wolfsberg" sieht.

ZUR SACHE:
Zentrales Projekt der sicherheitstechnischen Aufrüstung ist die Errichtung der Unterführung in der St. Jakober Straße (Landesstraße 137). Parallel dazu wird die schienengleiche Eisenbahnkreuzung mit einer von Hand bedienten Schrankenanlage aufgelöst.

Ebenso aufgelöst werden die Eisenbahnkreuzungen in der Schleifenstraße und in Wolkersdorf Nord. Für noch mehr Sicherheit sorgen nicht weniger als acht neue technische Sicherungsanlagen bei Landes- und Gemeindestraßen.

Darüber hinaus startet nächstes Jahr im März auch der weitere Bahnhofsumbau in Wolfsberg. Sämtliche Gleise und Weichen werden erneuert und auf den künftigen Bedarf für den Betrieb der Koralmbahn neu ausgelegt. Ebenso erfolgen

Ebenso erfolgen die Vorarbeiten zur Elektrifizierung der Strecke vom neuen Bahnhof Lavanttal bis in die Bezirkshauptstadt. Elektronische Stellwerke werden in den Bahnhöfen von Wolfsberg, St. Stefan und St. Andrä eingebaut. Die ÖBB

Die ÖBB investieren heuer in Kärnten rund 239 Millionen Euro in die Erneuerung und in den Neubau der Infrastrukturanlagen. Bis 2021 fließen im Auftrag des Bundes insgesamt rund 1,9 Milliarden Euro in das südlichste Bundesland.
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