Freiwillige fehlen
Warum immer weniger Zeit für wichtiges Ehrenamt im Bezirk Baden bleibt
- Fredi Flammer engagiert sich beim Therapiehof Regenbogental.
- Foto: Therapiehof Regenbogental
- hochgeladen von Mirjam Preineder
Ehrenamt bleibt weiterhin wichtig für das Gemeindeleben. Engagierte Freiwillige zu finden ist für Vereine allerdings schwierig.
BEZIRK BADEN. Die MeinBezirk-Umfrage zeigt, die Menschen wollen sich nicht mehr für ein Ehrenamt verpflichten. Sie können sich eher Engagement im Einzelfall vorstellen. Bei manchen Vereinen werden gerade für Events viele anpackende Hände gesucht.
Ein Ort für Kinder zum Weinen und Lachen
Raphaela Ehrenhofer vom Therapiehof Regenbogental bestätigt, dass es schwierig ist Menschen zu finden, die sich engagieren wollen: "Im hektischen Alltag bleibt den Menschen oftmals wenig Zeit sich zusätzlich freiwillig zu engagieren – das macht es nicht leicht, Ehrenamtliche zu finden. Unser Bedarf an ehrenamtlicher Unterstützung ist vor allem bei Charity-Events wie dem jährlichen Punschwochenende (dieses Jahr am 14. & 15. November 2026) sehr groß.§
- Fredi Flammer engagiert sich beim Therapiehof Regenbogental.
- Foto: Therapiehof Regenbogental
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"Die Energie und Kraft des Regenbogentals hat mich berührt. Damit dieser Ort zum Weinen und Lachen, zum Trauern und Trösten auch in Zukunft bestehen kann, engagiere ich mich für den Therapiehof ehrenamtlich in Marketing-Angelegenheiten.“, so Fredi Flammer.
Engamement beim Rotes Kreuz Baden
Ulf Schillig, Fachbereichsleiter Verein beim Roten Kreuz Baden, weiß, es ist schwierig Menschen zu finden, die sich engagieren wollen. Er kennt die Gründe: "Ja, weil die Anforderungen im Berufsleben ständig steigen und das Bewusstsein für ehrenamtliche Tätigkeiten sinkt. Ja, weil viele Menschen bereits durch familiäre Verpflichtungen oder die Betreuung von Kindern voll ausgelastet sind. Ja, weil es wenige Menschen gibt, die auch in Ihrer Freizeit Verantwortung z.B. als Teamleiter einer Gruppe übernehmen möchten."
- Freiwillig engagiert beim Roten Kreuz bei den Gesundheits- und Sozialen Diensten.
- Foto: Rotes Kreuz Baden
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Beim Roten Kreuz Baden kann man sich im Rettungsdienst als SanitäterInnen, als Lehrbeauftragte in der Ausbildung im Bereich Erste Hilfe, im Bereich der Gesundheits- und Sozialen Dienste. Wie z.B. im Sozialladen im Lebensmittelabholungen, im Henry Laden und Henry Flohmarkt, beim Lerntreff und Lesepatenschaften, in der Seniorenbetreuung beim Betreuten Reisen bzw. Seniorentreff, beim Blutspenden, beim Jugendrotkreuz in der Betreuung von Kindern und Jugendlichen) uvm. Bei Interesse einfach an der Bezirksstelle anrufen, vorbeikommen oder auch ein Schnupperdienst ist möglich.
Wichtige Gründe, um sich beim Roten Kreuz zu engagieren sind:
- Sinnstiftung: Weil sie der Gesellschaft etwas zurückgeben und eine sinnvolle, erfüllende Aufgabe übernehmen möchten.
- Zeitliche Verfügbarkeit im Alter: Weil der Übergang in die Pension neue zeitliche Freiräume schafft und sie diese Sinnvoll nutzen möchten.
- Prägende Vorerfahrungen: Gerade junge Menschen durch den Zivildienst oder ein Freiwilliges Sozial übernehmen erstmal Verantwortung für ihnen fremde Personen, denen es nicht gut geht. Dies gibt Ihnen vieles zurück und so bleiben sie zu einem großen Teil weiter als Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Roten Kreuz als Rettungssanitäter.
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