17.07.2017, 12:56 Uhr

Harald Schmidt: "Bad Vöslau ist ja besser als das Traumschiff"

(Foto: Christian Husar)
Bad Vöslau, 15. Juli 2017. "Salzburg, das ist ja Bad Vöslau für Arme," konstatierte Harald Schmidt beim Blick auf die Wasserbühne im Quellbecken des Thermalbads.

"Das ist ja fast besser als das Traumschiff"

Der Entertainer, der das Gros der Anfragen für Auftritte lapidar mit "Null Bock" abhakt, fühlte sich in der "Anstalt" pudelwohl: "Das ist fast besser als das Traumschiff, da sitzt man 2 oder 3 Stunden auf der Caféterrasse, liest Zeitungen und fühlt sich wie nach zwei Wochen Kur."

Warum er ausgerechnet für den "schwimmenden Salon" zusagte, hatte zwei Gründe: "Ich habe Gert Voss so sehr verehrt, dass ich ihn auf der Schauspielschule haltlos imitierte. Seine Tochter Grischka hat mir das Festival ans Herz gelegt und auch die Anfrage von Frau Hager war recht lustig."

"Unterwerfung" für das Publikum

Vor dem gebannten Publikum ( unter anderem Vöslauer-Vorstand Alfred Hudler, Marketing-Chefin Birgit Aichinger, Grischka Voss, Schauspieler Markus Hering, Regisseuse Stephanie Mohr und Künstleragentin Doris Fuhrmann) las Harald Schmidt aus Michel Houellebecqs "Unterwerfung", der provokativen Polit-Satire über die Islamisierung Frankreichs: "Diesen Text lese ich genau ein Mal, alles andere wird doch langweilig. Nach Bad Vöslau komme ich jederzeit wieder", so Schmidt.

Festival-Intendantin Angelika Hager zeigte sich erleichtert: "Ich war furchtbar nervös, weil ich den Mann haltlos verehre. Er ist nahezu erschreckend unkompliziert. Ich habe zwei Tage mit ihm durch gelacht. Seine Spiellibido ist ungebrochen. Er hat uns bei Apfelstrudel mit Schlag sämtliche Typen, die am Traumschiff am Pudding-Buffet stehen, vorgespielt."

Hochkarätig besetzter "Schwimmender Salon"

Beim späten Ausklang in der "Kabane 21" wurden bereits Pläne für den Auftritt im kommenden Jahr geschmiedet.

Nächster Gast im "Schwimmenden Salon" ist Theaterberserker Philipp Hochmair, der am 28. Juli das Thermalbad Vöslau mit seiner Band "Elektrohand Gottes" bespielt. "Auch das ist eine Uraufführung", freut sich Hager auf einen Stammkünstler des "Schwimmenden Salons" , "Philipp wird Schiller-Balladen zu einem Performance-Irrsinn umwandeln."

DAS PROGRAMM:

28. Juli Philipp Hochmair und seine Band „Elektrohand Gottes” performen Schiller-Balladen
18. August Burg-Schauspielerin Petra von Morzé und Österreichs coolster und meist beschäftigter Film-Mime Manuel Rubey lesen Arthur Schnitzler
25. August Nach dem fulminanten Erfolg von 2016 begeben sich Maria Happel und Christoph Grissemann in die Ehekomödien von Loriot.

FACTS – auch unter www.thermalbad-voeslau.at
Beginn ist immer um 19.30 Uhr.
Eintrittspreis pro Person: 25 Euro
Kartenkauf an der Thermalbad Kassa oder unter Ö-Ticket.com und bei Ö-Ticket Verkaufsstellen.
Die Veranstaltungen finden bei jedem Wetter statt (100 Schlechtwetter-Plätze)
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