23.03.2017, 13:15 Uhr

Zecken: so geht man gegen die Blutsauger vor

Zecken lauern in der Natur und können gefährliche Krankheiten übertragen. Sich zu schützen, ist sehr wichtig. (Foto: Erik_Karits/panthermedia.net)
BRAUNAU (tazo). Die Zecken haben ab sofort wieder Hochsaison. Von März bis November - in milden Winter sogar im Dezember - liegen die kleinen Krabbler stets auf der Lauer nach Kost und Logie. Sei es auf Büschen und Sträuchern, in feucht warmer Laubschicht, in hohem Gras oder in morschen umgefallenen Bäumen - eigentlich wäre es zu jeder Jahreszeit möglich, von einem Zecken „befallen“ zu werden. Sie krabbeln einfach an unserem Körper entlang. An der Körperwärme, der Atemluft und dem Schweißgeruch orientiert sich die Zecke und weiß in welche Richtung sie dann zum nächsten Wirt wandern muss.

Gefahr richtig einschätzen
Wer Zeckenbisse tunlichst vermeiden will, sollte deshalb auf einiges Acht geben. Auf das Chillen in der Wiese, barfuß gehen oder auf Waldspaziergänge in kurzer Hose, sollte man lieber verzichten. "Meiner Meinung nach ist die beste Vorsorge, sich und seine Kinder beim Entkleiden gründlich zu untersuchen und Zecken dann mit einer einfachen Pinzette selbst zu entfernen - ob links oder rechtsdrehend ist völlig egal. Gut wäre es, auch den Kopf der Zecke zu erwischen. Sollte der Kopf der Zecke nicht entfernt werden können, ist auch das nicht weiter tragisch, weil dieser dann meist von selber nach einigen Stunden abfällt", weiß Monika Spitzwieser, Allgemeinmedizinerin und Ärztin für Homöopathie. Die Gefahr an FSME oder Borreliose zu erkranken steigt erst nach einer längeren Bisszeit von etwa ein bis zwei Tagen. Sinnvoll ist es daher die Stelle zu fotografieren oder zu markieren und nach einigen Tagen zu kontrollieren ob sie sich verändert hat. Sollte ein Borrelioseverdacht vorliegen, wäre es ratsam den Hausarzt aufzusuchen. "Selbst bei einem Biss durch eine infizierte Zecke erkranken nur 30 Prozent tatsächlich an einer FSME. Borreliose hingegen kommt viel häufiger vor und ist gefährlicher, weil sie sich in Spätformen etwa mit Nervenschmerzen manifestieren kann. Aufgrund der relativ hohen neurologischen Folgeschäden nach einer FSME Impfung finde ich diese Impfung eigentlich nicht wirklich für empfehlenswert. Das Risiko solche Folgeschäden zu bekommen, ist nämlich mehr als doppelt so hoch, als an FSME selbst zu erkranken. Überängstlichen Müttern empfehle ich dennoch diese Impfung, denn ein ständiges Leben in Angst, und um das Kind, macht auch krank", erklärt Spitzwieser.
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