Erste Hilfe
Dankeschön an die Lebensretter

Theresia Beham konnte sich nach zehn Jahren bei ihren Lebensrettern bedanken.
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Zehn Jahre nach ihrer Reanimation lernte die Brigittenauerin Theresia Beham nun ihre Lebensretter kennen.

BRIGITTENAU. Theresia Beham ist es den ganzen Tag schon schlecht gegangen. Schwindelgefühle bei den kleinsten Bewegungen, Müdigkeit, Appetitlosigkeit und Atemprobleme. Das ist nicht das erste Mal gewesen, dass Theresia Beham diese Beschwerden hatte, am 28. November 2009 sind sie aber besonders schlimm gewesen. Es war der Tag, an dem die damals 59-Jährige einen Herz-Kreislauf-Stillstand erlitt und ihr Leben von Notfallsanitätern gerettet wurde.

Auf den Tag genau zehn Jahre später – an ihrem zweiten Geburtstag, wie sie es nennt – konnte Beham ihre Lebensretter endlich persönlich kennenlernen. Das Treffen fand in der Zentrale der Wiener Berufsrettung in der Radetzkystraße statt. Theresia Beham, ihr Lebensgefährte Eugen und die zwei Notfallsanitäter Siegfried und Harald trafen sich bei Kaffee und Kuchen. "Ich bin ihnen wirklich dankbar, dass ich noch lebe, dass ich noch jeden Tag mit meinem Fahrrad fahren kann", sagte Theresia Beham mit Tränen in den Augen.

Das war auch für die eingesessenen Rettungskräfte (die darum gebeten haben, nicht ihre vollen Namen zu nennen) etwas Besonderes. "Das ist das erste Mal, dass sich jemand bei uns bedankt", erklärte Notfallsanitäter Siegfried. Üblicherweise gebe es keine Informationen über Patientinnen und Patienten. In 40 Jahren Dienstzeit ist ihm das noch nie passiert.   

Einsatz verlief nach Plan

Was für Theresia Beham und ihren Lebensgefährten lebensverändernd war, war für das Team der Wiener Berufsrettung ein typischer Joballtag. Alleine im ersten Halbjahr 2019 gab es in Wien 711 Rettungseinsätze mit Reanimationen. Einsätze beim Verdacht auf Herzinfarkte gab es sogar noch mehr: 949. Deshalb konnten sich die beiden Lebensretter auch nicht gleich an den Einsatz bei Frau Beham erinnern.

„Hätten sie mir gegen das Schienbein getreten, wär es mir sicher wieder eingefallen“, meinte Siegfried lachend. "Aber das sind Einsätze, warum ich diesen Job mache und liebe", ergänzte Sanitäter Harald. Es ist ein gutes Zeichen, dass sich die Sanitäter nicht erinnern konnten. Das bedeutet, der Einsatz verlief genau nach Plan.

Lebensgefährte als Ersthelfer

Dass die 69-jährige frühere Krankenschwester heute noch am Leben ist, hat sie auch ihrem Lebensgefährten zu verdanken. Der war in der Wohnung, als Theresia Behams Herz aufhörte zu schlagen. Beham lag zusammengesunken auf der Couch, ihr Gesicht aschfahl, "nur die Lippen und Ohren waren komplett blau", so der Lebensgefährte. Er wählte den Notruf und begann mit der Herzdruckmassage. "Ohne Ihre Hilfe wäre die Dame jetzt nicht hier", meinten die Notfallsanitäter zu ihm.

Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand gilt die Faustregel, dass die Überlebenschancen pro Minute um zehn Prozent sinken. Ersthelfer wie Eugen sind laut der Berufsrettung Wien "das wichtigste Glied in der Kette".

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