29.09.2014, 09:41 Uhr

Leitbild für das neue Grätzel Nordbahnhof ist jetzt fertig

Beim Grätzelfest konnten sich Interessierte und Anrainer über das neue Leitbild Nordbahnhof informieren. (Foto: Christian Fürthner/MA 21)

Eine „Freie Mitte“ und eine differenzierte Bebauung am Rand als Ergebnis der Bürgerbeteiligung und eines städtebaulichen Wettbewerbs.

Eine „Freie Mitte“ und eine differenzierte Bebauung am Rand als Ergebnis der Bürgerbeteiligung und eines städtebaulichen Wettbewerbs.

LEOPOLDSTADT/BRIGITTENAU. Am ehemaligen Nordbahnhof entsteht bis 2025 ein neuer innerstädtischer Stadtteil, mit 10.000 Wohnungen, 20.000 Arbeitsplätzen und attraktiven Freiräumen. Erstmals werden dabei auch die umliegenden Stadtteile miteinander verbunden werden und bestehende Straßenzüge integriert. Das städtebauliche Leitbild auf Grundlage eines umfassenden Beteiligungsprozess und des Siegerprojekts eines städtebaulichen Ideenwettbewerbs wurde jetzt fertiggestellt und im Rahmen eines Grätzelfestes den Anrainern vorgestellt.

Herzstück sind mehr als 10 Hektar Grünraum

Schon das Siegerprojekt „Freie Mitte – Vielseitiger Rand“ hat das großzügige Freihalten der Mitte vorgesehen, welches jetzt mit einer 10 Hektar großen, naturnah ausgestalteten Grünfläche realisiert wurde. Die Bebauung am Rand sieht eine differenzierte Höhenentwicklung mit einer Vielfalt von Gebäude- und Wohntypen vor. Die Maximalhöhe beträgt bei den acht geplanten Hochhäusern in Clusterform 80 Meter in der zweiten Reihe und 35 Meter in der ersten Reihe. Dabei wurden jedoch die Sichtachsen aus Richtung Kahlenberg, Riesenrad und Donauturm und die Wirkung zum Straßenraum aus berücksichtigt. Eine gemischte Nutzung zum Wohnen und Arbeiten sowie eine lebendige Erdgeschoßzone für Geschäfte und Gastronomie sind vorgesehen. Neue platzartige Bereiche an der Nordbahnstraße und mehrere Durchgänge sollen geschaffen werden.

Sammelgaragen und Verkehrsberuhigung

Die neue Bruno Marek-Allee soll als städtischer Boulevard die wichtigste Verbindung im neuen 32 Hektar umfassenden Viertel werden. Ein gut ausgebautes Fuß- und Radewegenetz, Zufahrtsstraßen für Autos, Verkehrsberuhigungen und Sammelgaragen bilden die wichtigen Eckpfeiler des Verkehrskonzeptes. Eine Durchfahrt für Autos wird es nicht geben. Die Straßenbahnlinie O wird dabei über eine Gleisschleife im Planungsgebiet eingebunden. Östlich des Gebietes ist ein Bildungscampus mit Kindergarten, Volksschule, Mittelschule und SPZ in Planung.
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