E-Mobilität im Burgenland
Neue Höchstzahlen bei Neuzulassungen

Das Burgenland stellt sich dem österreichweiten Trend entgegen und verzeichnet einen Anstieg an E-Pkw-Neuzulassungen.  | Foto: pixabay
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Das Burgenland setzt sich dem österreichweiten Trend entgegen und verzeichnete im vergangenen Jahr einen Anstieg von 5,5 Prozent und somit neue Höchstzahlen bei E-Pkw-Neuzulassungen. Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) meldet ferner, der Bezirk Mattersburg hat den höchsten E-Pkw-Anteil im Burgenland.

BURGENLAND. Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) berichtet von neuen Höchstzahlen bei E-Pkw-Neuzulassungen. Zudem werden Vorteile hinsichtlich des geringeren Energieverbrauchs von Elektroautos, im Gegensatz zu Benzin- und Diesel-Pkws, näher erläutert. Ein höherer Anteil an E-Pkws im österreichischen, wie burgenländischen Straßenverkehr wird bei der Mobilitätsorganisation VCÖ als ein Schritt in Richtung Unabhängigkeit von Erdöl-Importen verstanden.

Innerhalb des Burgenlands hat der Bezirk Mattersburg die Nase vorn. 24 Prozent der Neuwagen fahren hier ausschließlich mit Strom. | Foto: pixabay/stux
  • Innerhalb des Burgenlands hat der Bezirk Mattersburg die Nase vorn. 24 Prozent der Neuwagen fahren hier ausschließlich mit Strom.
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Höchster Pkw-Anteil im Burgenland

Das Burgenland stellt sich dem insgesamt in Österreich sinkenden Trend an E-Pkw-Neuzulassungen mit einem Anstieg um 5,5 Prozent und damit einer neuen Höchstzahl, welche im Vorjahr erreicht werden konnte. Innerhalb des sonnigen Bundeslandes wird im Bezirk Mattersburg der höchste E-Pkw-Anteil verzeichnet (24 Prozent), wie eine aktuelle Analyse des VCÖ auf Basis von Daten der Statistik Austria ergeben. Die Freistädte Eisenstadt und Rust zählen gemeinsam 321 E-Pkws und einen Anteil von 23,9 Prozent. 

Fünfmal so viele Neuzulassungen an Elektroautos wie im Jahr 2019 konnten im Vorjahr im Burgenland verzeichnet werden. Laut aktuellen Zahlen wurden im vergangenen Jahr 1.377 E-Autos für den Autoverkehr im Burgenland zugelassen. Mit 18,8 Prozent wurden im Vorjahr im Burgenland mehr Elektroautos als Diesel-Pkw gekauft, deren Anteil auf 14,2 Prozent gesunken ist. Landesweit war der E-Pkw-Anteil im Burgenland höher als im Österreich-Schnitt mit 17,4 Prozent. In der EU war der E-Pkw Anteil bei Neuwagen in Dänemark mit 51 Prozent am höchsten, in Europa in Norwegen mit 89 Prozent.

E-Pkw-Neuzulassungen im Überblick


Laut Analysen des VCÖ auf Basis von Daten und Zahlen der Statistik Austria ist der Bezirk Mattersburg im Burgenland Spitzenzeiten bei Neuzulassungen von E-Pkws. Es folgt eine Auflistung der VCÖs nach Anteil von E-Pkws an Pkw-Neuzulassungen im Jahr 2024.

  • Bezirk Mattersburg: 24 Prozent (141 E-Pkw)

  • Eisenstadt (inkl. Rust): 23,9 Prozent (321 E-Pkw)

  • Bezirk Eisenstadt-Umgebung: 21,6 Prozent (136 E-Pkw)

  • Bezirk Neusiedl am See: 18,4 Prozent (286 E-Pkw)

  • Bezirk Güssing: 15,8 Prozent (89 E-Pkw)

  • Bezirk Oberpullendorf: 15,7 Prozent (126 E-Pkw)

  • Bezirk Oberwart: 15,5 Prozent (232 E-Pkw)

  • Bezirk Jennersdorf: 13,1 Prozent (46 E-Pkw)


  • Quelle: Statistik Austria, VCÖ 2025

Innerhalb des Burgenlandes hat der der Bezirk Mattersburg die Nase vorn. 24 Prozent der Neuwagen fahren hier ausschließlich mit Strom, knapp vor der Landeshauptstadt Eisenstadt und der Freistadt Rust mit 23,9 Prozent. Am niedrigsten fällt der E-Pkw-Anteil im Bezirk Jennersdorf mit 13,1 Prozent aus. Um weitere Anreize zu schaffen und um der steigenden Anzahl an E-Pkws gerecht zu werden, betont der VCÖ den Bedarf an Ladestellen in Österreich sowie Burgenland. 

"Bei Wohnhausanlagen ist es wichtig in den bestehenden Großgaragen verstärkt Lademöglichkeiten zu schaffen. Insbesondere in Städten sind zudem Anreize zu schaffen, dass Supermärkte und Baumärkte ihre Parkplätze zur Verfügung stellen, damit Anrainerinnen und Anrainer über Nacht ihr E-Auto laden können."
Michael Schwendinger, VCÖ-Experte

Unabhängigkeit von Erdöl-Importen

Wie der VCÖ erklärt, erzeugen immer mehr Haushalte und auch Unternehmen ihren Strom mit Photovoltaikanlagen am Dach selbst. Dieser kann und wird im Folgenden für das Autofahren genutzt. So kann nicht nur Umwelt-, aber auch energieschonender gefahren werden, wie von den Experten betont wird. Während Elektroautos laut Umweltbundesamt 100 Kilometer im Schnitt mit 21 Kilowattstunden bewältigen, benötigen Benzin-Pkw und Diesel-Pkw dafür im Schnitt mit umgerechnet 64 beziehungsweise 67 Kilowattstunden dreimal so viel Energie.

"Mit steigendem Anteil an Elektroautos sinkt der Energieverbrauch des Autoverkehrs. Im Schnitt benötigen Elektroautos um rund zwei Drittel weniger Energie beim Fahren als Benzin- und Diesel-Pkw."  
Michael Schwendinger, VCÖ-Experte 

Bahn, Straßenbahn, U-Bahn, O-Bus und E-Bus haben nicht nur eine noch bessere Energie- und Umweltbilanz als E-Pkws. Sie sind auch deutlich platzsparender und tragen so insbesondere zu Stoßzeiten zur Vermeidung und Reduktion von Staus bei. | Foto: ÖBB
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Schwendinger führt ferner aus, dass Maßnahmen bei Firmenwagen ein starker Hebel und ein Weg zu mehr E-Pkws in den Gebrauchtwagenmarkt zu bringen, welcher eine besondere Bedeutung für private Haushalte hat. So wird erklärt, dass seit vielen Jahren ein Großteil der Neuwagen in Österreich von Firmen und anderen juristischen Personen zugelassen wird. Bei Diesel-Pkws betrug der Anteil österreichweit 81 Prozent, bei E-Pkws 76 Prozent, aller neu zugelassenen Autos. Daher fordert der VCÖ-Experte, dass Diesel- und Benzin-Dienstwägen nicht mehr steuerlich begünstigt werden. Der Anstieg der Elektroautos im Verkehr lässt den Energieverbrauch des Autoverkehrs sinken und begünstigt dadurch die Unabhängigkeit Österreichs vom Erdöl-Import, welcher sich vor allem teuer gestaltet, wie der VCÖ betont. 

Öffis als ungeschlagene Nummer eins

Trotz steigender Zahlen bei E-Pkw-Neuzulassungen, so ist dennoch der öffentliche Verkehr die ungeschlagene Nummer eins in Sachen E-Mobilität. Die meisten e-mobilen Kilometer werden in Österreich mit den Öffis zurückgelegt. Ob Bahn, Straßenbahn, U-Bahn, O-Bus oder E-Bus - sie alle haben bessere Energie- und Umweltbilanzen und sind deutlich platzsparender als E-Pkws, wie der VCÖ abschließt. E-Autos sind vielleicht ein Schritt in Richtung Unabhängigkeit von Erdöl-Importen, doch Öffis tragen zusätzlich zu Stoßzeiten zur Vermeidung und Reduktion von Staus bei. 

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