30.01.2018, 19:37 Uhr

"Pension Agnes": Neuer Besitzer startet mit den Planungen

So schön sah die "Pension Agnes" im Jahr 2013 aus: Mittlerweile ist das Gebäude seit drei Jahren ohne einem Dach. (Foto: Mussil)

Die Ruine in der Sieveringer Straße 221 ist bald Geschichte. Beim Umbau bleibt der dörfliche Stil erhalten.

DÖBLING. Seit 2010 ist die "Pension Agnes" nicht mehr in Betrieb. Zimmer bestellen ist aber via Tripadvisor immer noch möglich. Das Gebäude hat allerdings mittlerweile kein Dach mehr und verfällt zusehends. Das bringt auch Anrainer Stephan Mussil auf den Plan. "Ich fahre hier sehr oft vorbei, da ich oberhalb in der Sieveringer Straße wohne. Der Anblick der Ruine ärgert mich immer mehr", sagt Mussil.

In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Versuche von Projektbetreibern und Architekten, das Gebäude wiederzubeleben. Der letzte Anlauf wurde vom iranischen Architekten Armin Mohsen Daneshgar unternommen. Doch auch dieser ist gescheitert.

Neuer Anlauf

Seit Dezember 2017 ist nun der Wiener Bauträger Hans Jörg Ulreich der neue Besitzer des Areals. Neben dem Hauptgebäude auf Nummer 221 hat er auch die beiden Gebäude auf Hausnummer 223 und 225 erworben. Und der Margaretner hat auch bereits konkrete Pläne. "Es werden Wohnungen entstehen, im Untergeschoss wird es eventuell ein Geschäftslokal geben. Die niedrige Bauhöhe sowie das typische Sieveringer Straßenbild werden mit Sicherheit erhalten bleiben", sagt Ulreich.

Derzeit ist die Phase der Projektentwicklung in vollem Gange. "Ich sitze derzeit mit Architekten und Planern zusammen. Erste Ergebnisse wird es mit Sicherheit noch in diesem Jahr geben", sagt Ulreich. "Es werden auch noch Gespräche mit den Anrainern stattfinden", so der Experte für nachhaltige Sanierung weiter.

Die Tatsache, dass die Sanierung des Gebäudes jetzt endlich durchgeführt wird, macht auch den Döblinger ÖVP-Bezirkschef Adi Tiller glücklich. "Endlich geht was weiter und dieser nicht sehr schöne Fleck im Grätzel bekommt neues Flair", so Tiller. "Der neue Bauträger hat mir versichert, dass der dörfliche Charakter zu 100 Prozent erhalten bleibt. Sonst hätte der Bezirk nicht zugestimmt", sagt Tiller.
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K. Rich aus Ottakring | 30.01.2018 | 20:23   Melden
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