A3-Verlängerung
Bürgerinitiativen bezeichnen Petschnig-Aussagen als "Mogelpackung"

"Baut man die A3 jetzt aus, so öffnet man faktisch ein großes Tor Richtung Ungarn", meint die BIG A3.
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  • hochgeladen von Franz Tscheinig

BEZIRK. Nachdem sich Wirtschaftslandesrat Alexander Petschnig (FPÖ) Anfang April dezidiert für den Ausbau der A3-Autobahn ausgesprochen hatte und diesen "so rasch wie möglich" fixiert haben möchte (die Bezirksblätter berichteten), meldete sich nun die BIG A3 – ein Zusammenschluss von sieben Bürgerinitiativen – zu Wort. Sie könne den Aussagen von Petschnig "rein gar nichts abgewinnen".

"Wir schreiben das Jahr 2019"

Im Gegenteil: Die sieben Bürgerinitiativen aus Eisenstadt, Großhöflein, Müllendorf, Wulkaprodersdorf, Siegendorf, Klingenbach und Zagersdorf (mit der BI Trausdorf soll sich die Mitgliederzahl der BIG A3 bald auf acht erhöhen) bezeichnen die Aussagen als "eine einzige Mogelpackung".
"Die Behauptung, dass hochrangige Verkehrsverbindungen Arbeitsplätze und Wohlstand bringen, mag zu Cäsars Zeiten durchaus seine Berechtigung gehabt haben. Wir schreiben aber in der Zwischenzeit das Jahr 2019 und in der Jetztzeit trifft dies nur bedingt, und im Falle der Verlängerung A3, überhaupt nicht zu", heißt es seitens der BIG A3 in Richtung der Petschnig-Aussage, der meinte, man wisse bereits seit den Römern, dass gute Infrastruktur Handel und Wohlstand bringen.

"Großes Tor Richtung Ungarn"

Bei Entscheidungen über einen Betriebsstandort würden nämlich, so die BIG A3, neben der Verkehrsanbindung vor allem die Kosten eine entscheidende Rolle spielen. "Baut man die A3 jetzt aus, so öffnet man faktisch ein großes Tor Richtung Ungarn. Hier ansässige Wirtschaftsbetriebe, die mit einer Ansiedlung im Burgenland liebäugeln, werden dies dankend annehmen und sich gerne in Ungarn niederlassen", glaubt die BIG A3, die als Gründe dafür eine "gute Verkehrsverbindung (auch dank A3 Ausbau), günstige Grundstückspreise, niedriges Lohnniveau sowie eine niedrige Steuerbelastung" nennt. 

"Tourist schneller in Ungarn"

Auch dass der A3-Ausbau dem Tourismus förderlich wäre, lasse die BIG A3 nicht gelten. "Der 10 km-Lückenschluss bedeutet lediglich, dass der Tourist so dann (vorausgesetzt er steckt nicht im Stau) einige Minuten schneller an seinem – natürlich ungarischen – Urlaubsziel ist. Zeit für Wertschöpfung im Burgenland bleibt da keine."

"Gehört regional gelöst"

Die A3 sei außerdem kein Thema, das das ganze Burgenland betreffe. "Es ist ein regionales Thema, das auch regional – gemeinsam mit den betroffenen Anrainergemeinden – gelöst gehört." Dies sei die Aufgabe der Politik. Eine Befragung in vier Bezirken, wie von LR Petschnig vorgeschlagen, sei aus Sicht der BIG A3 nicht fair. "Hier wird ganz einfach versucht, die Burgenländer untereinander auszuspielen und das ist nicht in Ordnung."

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