"Ich musste so werden wie Elvis" – 55 Jahre Rock 'n' Roll: Die Geschichte von David McNeal

Franz Wagentristl alias David McNeal widmet sein Leben dem Rock 'n' Roll – und zwar seit 55 Jahren.
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  • hochgeladen von Franz Tscheinig

ST. MARGARETHEN/EISENSTADT. Keine andere Musikrichtung konnte unseren Globus dermaßen prägen wie der Rock 'n' Roll. Das weiß man spätestens seit jener Ära, als The Beatles, The Rolling Stones und allen voran der King höchstpersönlich, Elvis Presley, die Frauen kreischen und die Männer träumen ließen. Träumen? Ja, träumen. Und zwar davon, einmal selbst als vergötterter Rockstar auf der Bühne zu stehen.
Franz Wagentristl aus St. Margarethen kann davon nicht nur eines, sondern gleich ein paar dutzend Lieder singen. Der im Bezirk wohl besser unter seinem Künstlernamen David McNeal bekannte 67-Jährige widmete sein Leben der Musik und 55 Jahre davon dem Rock 'n' Roll. Zeit für einen Rückblick.

"Musste so werden wie die"

"Ich muss lachen, wenn ich an meine Jugend denke", schmunzelt Franz Wagentristl in Erinnerungen schwelgend. Dabei erzählt der am 1. Jänner 1949 geborene, nicht ausgelernte Fassbinder von den Anfängen seiner Karriere in seiner damaligen Lehrwerkstatt. "Ich habe dort zu den Liedern von Elvis Presley, Ted Herold und Peter Kraus gesungen und dachte mir, ich muss so werden wie die. Irgendwann haben mir meine Eltern dann eine Gitarre gekauft", erzählt Wagentristl.
Den letzten Entschluss, selbst als Musiker durchzustarten, holte sich der damals 12-Jährige im Jahr 1961 bei einem unerlaubten Kinobesuch im ehemaligen Kino von St. Margarethen. "Als ich dort einen Film mit Elvis gesehen habe, war es um mich geschehen. Ich lief nach Hause und habe sofort seine Bewegungen und seinen Haarstil nachgemacht", strahlt der heute 67-Jährige beim Gedanken an sein großes Idol. "Elvis ist und bleibt mein großes Idol, auch weil er in ähnlichen Verhältnissen aufgewachsen ist wie ich. Es ist auch bis heute musikalisch gesehen einfach nichts Besseres nachgekommen", erklärt Wagentristl, der selbst zwar keine Kinder hat, sich dafür aber umso mehr um die Kinder einer guten Freundin, Jessica (10) und Pasqual (7), kümmert. "Die beiden sind alles für mich."

"Du brauchst einen Namen"

In einer Band zu spielen kam für Franz Wagentristl anfangs nicht in Frage. "Ich wollte immer alleine Musik machen." Trotzdem verschlug es ihn Mitte der 1970er Jahre zur Formation "5+1", der er schließlich auch seinen Künstlernamen verdankt. "Wir saßen damals in Mörbisch als mir meine Bandkollegen sagten, ich bräuchte einen neuen Namen. Unserem Schlagzeuger fiel dann der Name David McNeal ein."
Kurze Zeit später nahm er seine ersten Kassetten auf und absolvierte den ersten großen Live-Auftritt im damaligen Kulturzentrum Eisenstadt vor knapp 900 Zuschauern. Diesem sollten weitere Live-Engagements im ganzen Bezirk sowie in Wien, Niederösterreich, Kärnten und Tirol folgen.
Der Weg für eine vielversprechende Musikerkarriere war geebnet – auch wenn Franz Wagentristl diesen kurz darauf für einige Zeit verlassen sollte.

DJ und am Bau

"Ich habe dann für 20 Jahre als Berufs-DJ sowie als Kohlenträger am Bau gearbeitet", schildert der 67-Jährige. Diese "Auszeit" nutzte der Musiker vor allem zum Geldverdienen. Bis zum Jahr 1995, als David McNeal sein großes Comeback in Angriff nahm. "Viele haben mir damals geraten, wieder Musik zu machen." Und das tat Franz Wagentristl dann auch.

Sieben Alben veröffentlicht

Sieben Alben veröffentlichte David McNeal seit dem Beginn seine Karriere. Dazu gesellen sich unzählige Kassetten, Schallplatten und Live-Auftritte. Seinen schönsten Auftritt datiert der Elvis-Fan mit dem 13. September 2003 – dem Festival "Ria Nepo" in St. Margarethen. "Es hat mich damals gefreut, dass ich ausnahmslos mit Musikern aus St. Margarethen spielen konnte."
In den kommenden Wochen bringt der Rock 'n' Roll-Fanatiker sein achtes Album unter dem Titel "Weil ich dich liebe" auf den Markt. Die Einnahmen daraus möchte Franz Wagentristl bedürftigen Menschen spenden. "Es ist eine Benefiz-CD."

"So lange es geht"

Auf die Frage nach dem voraussichtlichen Ende seiner Karriere präsentiert sich der Musiker offen für alle Eventualitäten. "Eigentlich habe ich bereits 2011 gesagt, ich höre auf, da ich eine Schilddrüsen-Operation schon lange vor mich herschiebe." Mögliche Konzerte in naher Zukunft möchte der Musiker jedoch "nicht ausschließen". "So lange meine Gesundheit mitspielt, spiele ich auch." Ein waschechter Rock 'n' Roller eben.

Autor:

Franz Tscheinig aus Eisenstadt

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