Überflutungen nach Dauerregen

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BEZIRK OBERPULLENDORF (EP). Mehr als 100-mal sind die Feuerwehren im Burgenland seit Donnerstagabend ausgerückt. Orkanartige Sturmböen haben vom Seewinkel bis ins Südburgenland Dächer abgedeckt und Bäume entwurzelt.
Seit den Morgenstunden hält allerdings der Regen die Feuerwehren auf Trab. In der Landessicherheitszentrale gingen in der Früh erste Meldungen über Wasser im Keller ein. So mussten die Feuerwehren auch in Kleinwarasdorf zu Pumparbeiten ausrücken. Das Schwergewicht lag auf den Bezirken Oberpullendorf und Oberwart.

Krisenstab in Pilgersdorf

Auf den Ernstfall bereitete sich ein Krisenstab in Pilgersdorf vor. Dutzende Freiwillige sind dort zur Arbeit eingeteilt. Die Rückhaltebecken auf niederösterreichischer Seite waren zu Mittag bereits ausgelastet. Abschnittskommandant Kurt Kappel ist in Pilgersdorf vor Ort: "Derzeit regnet es nicht, wir haben die Lage im Griff. Allerdings müssen wir beobachten welche Wassermengen von NIederösterreich zu uns runterkommen." Noch hält das Rückhaltebecken in Pilgersdorf den Wassermassen stand. "Wir haben noch einen Meter Luft`", so Kappel.

Parkplatz beim Lisztzentrum unter Wasser

Angespannt ist die Lage auch im Festspielort Raiding. Der Ort verfügt über ein Rückhaltebecken, die eine Seite inklusive Weingebirge ist perfekt geschützt weiß Bürgermeister Markus Landauer.: "Diesmal kommt das Wasser aber von der anderen Seite und hat den Parkplatz beim Lisztzentrum komplett überflutet." Auch einige Straßén im Ort sowie Keller stehen unter Wasser. " Der Raidingbach ist normalerweise ein Rinnsal - inzwischen ist er auf drei Meter gestiegen", so der Ortschef.
Auch der Ortsteil Mitterpullendorf steht zum Teil unter Wasser. Der Stoober Bach ist aus den Ufern getreten, zahlreiche Keller, Straßen und Gärten wurden überflutet. Die Feuerwehr ist im Dauereinsatz.

Bericht des Bezirksfeuerwehrkommandos Oberpullendorf

Infolge der andauernden Regenfälle in der vergangenen Woche kam es am 16.05.2014 im Bezirk Oberpullendorf zu umfangreichen Einsatztätigkeiten seitens der freiwilligen Feuerwehren des Bezirkes. Bei insgesamt 53 Einsatzorten waren 42 Feuerwehren hauptsächlich mit der Errichtung von Schutzmaßnahmen sowie mit Pumparbeiten beschäftigt.
Die Einsatzschwerpunkte lagen im Raum Pilgersdorf, im Raum Großwarasdorf, im Raum Weppersdorf, Oberpullendorf und Mitterpullendorf, im Raum Strebersdorf/Lutzmannsburg sowie im Raum Stoob. Betroffen war auch das Feuerwehrhaus in Oberpullendorf.

Hervorragende Koordination

Im Bereich Pilgersdorf wurde gemeinsam mit der BH Oberpullendorf ein Krisenstab eingerichtet und in Absprache mit den niederösterreichischen Behörden ein kontrolliertes Weiterleiten der Wassermassen aus den Regenrückhaltebecken in Krumbach und Kirchschlag koordiniert.
Dank der hervorragenden Kooperation und Koordination unter den eingesetzten Wehren konnten größere Schäden verhindert werden - ca. 19.000 Stk. Sandsäcke aus dem Katastrophenschutzlager in Oberpullendorf wurden von den Feuerwehrmännern, den Feuerwehrfrauen und freiwilligen Helfern befüllt und an strategisch wichtigen Stellen entsprechend positioniert.

Ab Mittag wieder einsatzbereit

Die Zusammenarbeit der Feuerwehren funktionierte ausgezeichnet sodass letztendlich in den frühen Morgenstunden des 17.05.2014 die Feuerwehren wieder in die Feuerwehrhäuser einrücken konnten. Nach der Versorgung der Gerätschaften sowie der persönlichen Schutzausrüstung waren dann um die Mittagszeit wieder alle Feuerwehren des Bezirkes einsatzbereit.

Insgesamt waren in der Spitzenzeit ca. 800 Feuerwehrmänner/-frauen im Einsatz.

Autor:

Eva Maria Plank aus Oberpullendorf

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