Sekthersteller Schlumberger plant Standort in Müllendorf

Vorstandsvorsitzender Eduard Kranebitter freut sich auf den neuen Produktionsstandort in Müllendorf.
  • Vorstandsvorsitzender Eduard Kranebitter freut sich auf den neuen Produktionsstandort in Müllendorf.
  • Foto: Schlumberger
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MÜLLENDORF (ft). Der österreichische Sekt- und Spirituosenhersteller Schlumberger plant die Errichtung eines neuen Produktionsstandorts in Müllendorf. Dies gab das Unternehmen am Montag auf seiner Homepage bekannt. Mit der für 2019 angedachten Übersiedlung sichere der Traditionsbetrieb, der in diesem Jahr sein 175-jähriges Jubiläum feiert, die heimische Sektproduktion langfristig ab. Die Firmenzentrale bleibt weiterhin in Wien. Mit einer Übersiedelung der Produktion an den neuen Standort sei frühestens in den Jahren 2019 und 2020 zu rechnen.

"Beste Gesamtpaket"

In einem "langwierigen Evaluierungsverfahren" verschiedener Alternativen sei die Entscheidung auf ein Grundstück in der Gemeinde Müllendorf gefallen. "Das vorgelegte Offert bot letztendlich das beste Gesamtpaket mit den nötigen Flächenreserven und dem erforderlichen Wachstumspotential für die Zukunft", begründet Schlumberger die Entscheidung.
Vorstandsvorsitzender Eduard Kranebitter freue sich über die gefallene Entscheidung: "Der neue Standort in der Gemeinde Müllendorf im Burgenland bietet unserem Haus optimale Voraussetzungen für eine moderne Sektproduktionsstätte, die den wirtschaftlichen und logistischen Anforderungen der Zukunft entspricht.“

Bad Vöslau ausgestochen

Als Alternative zu Müllendorf sei der bereits vorhandene Standort in Bad Vöslau ins Auge gefasst worden: „Die Standortwahl ist uns definitiv nicht leicht gefallen, da vor allem das Land Niederösterreich sowie die Gemeinde Bad Vöslau rund um deren Bürgermeister sehr bemüht waren, entsprechende Rahmenbedingungen für den Bau einer neuen Produktion in Niederösterreich zu ermöglichen. Auf dem bestehenden Areal des Ursprungsstandorts war das geplante Wachstum leider nicht mehr möglich und die alternativen Angebote haben aus verfahrenstechnischer und ökonomischer Sicht nicht entsprochen“, so Kranebitter.

50 Millionen investiert

Das Unternehmen soll sich den neuen Standort rund 50 Millionen Euro kosten lassen – darin inbegriffen sei auch der Preis des 122.000 Quadratmeter großen Grundstücks, das in Müllendorf erworben wurde. Die derzeitigen Produktionsmitarbeiter würden am neuen Produktionsstandort übernommen, ein Shuttlebus für die tägliche An- und Rückreise sei geplant.

Erfreute Politik

Die heimische Politik zeigt sich in einer ersten Reaktion erfreut: "Als zuständiger Resortleiter bin ich sehr stolz über die Ansiedlung eines derart renommierten Großunternehmens und sehe es als Bestätigung für den Wirtschaftsstandort Burgenland“, erklärt LR Alexander Petschnig. Auch LH Hans Niessl freut sich: „Es freut uns außerordentlich, dass sich Schlumberger für die Errichtung einer Produktionsanlage in Müllendorf entschieden hat. Damit heißen wir einen weiteren österreichischen Vorzeigebetrieb im Burgenland herzlich willkommen.“

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