19.09.2014, 13:50 Uhr

Ein schwieriges Jahr für unsere Winzer

BEZIRK. Mit dem bestenfalls mittelmäßigen Sommer und nassen Spätsommer im heurigen Jahr war wohl niemand so recht zufrieden, auch unsere Bauern nicht.

Fäulnis vernichtet Ernte

Der viele Regen der letzten Tage war für die Weinbauern alles andere als ein Segen. „Die Fäulnis vernichtete bereits einen Teil der Ernte. Wir schneiden diese Bereiche aus den Trauben großflächig weg, wobei wir auch etliche Beeren, welche gesund sind mit wegschneiden, um nur ja nichts von dem mit Fäulnis befallenen Teilen in den Keler zu bekommen”, so der Großhöfleiner Winzer Andi Kollwentz.

Massive Einbußen

Auch der Siegendorfer Stefan Simetich kann dem Wetter nicht viel abgewinnen. „Ich habe Probleme mit Grünfäule und Botrytis (Grauschimmelfäule) und sicher 30-prozentige Ernteeinbußen”, so der Bio-Bauer. „Noch neun oder zehn Sonnentage wären optimal gewesen”, so der Winzer, „aber die gab's diesen Sommer nicht. Teilweise konnten wir auch gar nicht in den Weingarten weil es zu nass war.”

Herausfordernde Ernte

Auch Kollwentz hofft nun inständig auf trockenes, windiges Wetter: „Das Ergebnis ist zwar besser, als man nach der Witterung der letzten Wochen erwarten konnte, trotzdem mussten wir bei Zweigelt und Pinot Noir zwanzig bis dreißig Prozent wegschneiden.”
Trotzallem ist der Winzer zuversichtlich: „Wir Weinbauern sind gelerne Optimisten – schauen wir mal, was noch kommt.”
Agrarlandesrat Andreas Liegenfeld spricht von einer herausfordernden Ernte für unsere Winzer: „Aber ich gaube, der 14er-Jahrgang wird uns positiv überraschen.”

Felder nicht passierbar

Aber nicht nur im Weingarten haben die Bauern Probleme mi der Witterung. Auch die Herbstkulturen, unter anderem Sonnenblumen müssten gedroschen werden. Doch vielerorts steht das Wasser und die Maschinen können nicht aufs Feld.
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