29.11.2016, 15:20 Uhr

Handel zur Weihnachtszeit: „Es beginnt jedes Jahr früher“

Norbert Lattner mit Freundin Eva: bei Nentwich herrscht bereits Weihnachtsstimmung.

Während es in Buchhandlungen boomt, wartet der Videospielhandel noch auf Weihnachtsgeschäft

EISENSTADT. Weihnachten steht vor der Türe – zu spüren bekommt diese Zeit auch der Handel, die Auswirkungen sind jedoch sehr unterschiedlich.
„Wir spüren das Weihnachtsgeschäft bereits seit drei bis vier Wochen – es wird allgemein jedes Jahr früher“, erklärt Norbert Lattner, Geschäftsführer von der Buchhandlung Nentwich in der Eisenstädter Innenstadt. Topseller sind natürlich Bücher – aber auch Weihnachtsdeko für das Haus – von Engerl bis Laternen. Für seine Kunden hat sich Lattner für jedes Adventwochenende etwas Besonderes einfallen lassen: „Dieses Wochenende steht ganz im Zeichen des Nikolaus. Es wird viele Kleinigkeiten wie Plüschtiere vergünstigt für das Nikolo-Sackerl geben“, so Lackner.

Ein Drittel des Umsatzes

Dass Weihnachten die wichtigste Zeit im Jahr ist, zeigen auch die Zahlen. „Das Weihnachtsgeschäft macht, mit allen Begleiterscheinungen, rund ein Drittel des Gesamtumsatzes aus“, erklärt Lackner. Neben dem Shop in der Hauptstraße ist Nentwich auch mit zwei Ständen am Christkindlmarkt in Rust, bei Buchausstellungen in Schulen und bei vielen anderen externen Veranstaltungen rund um die Weihnachtszeit vertreten.

Schnitt halten

Als Ziel gibt Lattner an, den Schnitt der letzten Jahre zu halten. „Wir sind eher trendunabhängig. Große Sprünge verzeichnen wir nur, wenn ein neuer Harry Potter-Band kommen würde oder ein heimischer Autor einen Bestseller veröffentlichen würde“, so Lattner, der heuer nicht von Ausreißern nach oben ausgeht.


„Bei uns ist es anders“

Anders verhält es sich beim Videospiel-Shop Play Time im EZE. „Bei uns gibt es derzeit noch kein Weihnachtsgeschäft. Das kommt erst in den letzten zehn Tagen vor Weihnachten, weil viele Kunden sich zuvor im Internet schlau machen. Gut ist das Geschäft nach den Feiertagen“, erklärt Inhaber Jürgen Strasser, der auch den ersten langen Einkaufssamstag als relativen Flop bezeichnete. „Das hängt wohl auch mit Lohn und Monatsende zusammen. Ab 1. Dezember bieten wir täglich Geschenkaktionen“, so Strasser, für den von September bis November eine umsatzstarke Zeit war. „Bei uns läuft das etwas anders. Zu dieser Zeit werden Spiele wie FIFA released, darauf warten die Kunden“, erklärt Strasser.

Spüren den Jahreswechsel

Bei JT Computer spürt Geschäftsführerin Sonja Stefanitsch vor allem den Jahreswechsel: „Wir merken, dass das Jahresende naht, denn Firmen haben noch Investitionsbedarf.“ Auch für Privatkunden wird in der Neusiedler Straße etwas geboten: „Es wird einen Adventkalender mit 24 Aktionen geben. Das Geschäft wird jetzt zu Monatsbeginn so richtig losgehen, wir haben nun auch an Samstagen geöffnet.“
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