17.08.2016, 14:41 Uhr

Jugendfoto- und Zeichenwettbewerb "Gewalt-Frei!": Mörbischer holt zweiten Platz

Martina Dorner aus Markt St. Martin mit ihrem Bild „Gefangen im System der Gewalt“, Frauenlandesrätin Verena Dunst und Hannes Sommer mit seinem Bild „Trough the Eyes of a Girl“ (Foto: Olivia Kaiser)
EISENSTADT/MÖRBISCH. Frauenlandesrätin Verena Dunst und das Referat Frauenangelegenheiten der Burgenländischen Landesregierung schrieben zu Beginn des Jahres unter dem Titel „Gewalt-Frei!“ einen Jugendfoto- und Zeichenwettbewerb aus. Aus den zahlreichen Einsendungen wurden nun die beiden besten Werke ausgewählt und prämiert. Martina Dorner aus Markt St. Martin darf sich mit dem Bild „Gefangen im System der Gewalt“ über den ersten Preis und somit 700 Euro Preisgeld freuen. Der zweite Preis, mit 500 Euro dotiert, ging nach Mörbisch an Hannes Sommer und sein Bild „Trough the Eyes of a Girl“.

"Gewalt ist kein Kavaliersdelikt"

Der Wettbewerb war ausgeschrieben worden, um auf das Thema "Gewalt gegen Frauen" aufmerksam zu machen: "Gewalt an Frauen und Mädchen ist leider immer noch traurige Realität. Laut jüngsten Erhebungen haben in Österreich 20 Prozent der Frauen und Mädchen seit ihrem 15. Lebensjahr körperliche und/oder sexuelle Gewalt erfahren. Das ist eine Menschenrechtsverletzung und stellt einen massiven Verstoß gegen das Recht auf Leben, Freiheit und Würde dar. Häusliche Gewalt ist kein Kavaliersdelikt und darf keinesfalls unter den Tisch gekehrt werden“, sagt Frauenlandesrätin Verena Dunst.

"Beeindruckende Bilder"

Mitmachen durften alle Burgenländer und Burgenländerinnen im Alter von 14 bis 19 Jahren. Dunst: „Ich war überwältigt von der Anzahl und vor allem von der Qualität der eingereichten Bilder. Daher haben wir uns entschlossen zwei Preise zu vergeben! Beeindruckend waren aber nicht nur die Bilder, sondern auch die Titel der Werke und die Geschichten, die hinter den Bildern stehen. Das zeigt, dass dieses Thema die jungen Menschen in unserem Land beschäftigt, sie sich viele Gedanken darüber machen und auf jeden Fall dazu beitragen wollen, Gewalt jeglicher Art zu verhindern."
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