Wetterprognose 2021
„Frühling wird sehr warm und trocken“

Peter Buschbeck neben seiner Wetterstation im Garten – mit ihr misst er regelmäßig Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Niederschlag.
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  • Peter Buschbeck neben seiner Wetterstation im Garten – mit ihr misst er regelmäßig Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Niederschlag.
  • Foto: BRS/Mitterbauer
  • hochgeladen von Marlene Mitterbauer

Hobbymeteorologe aus Kronstorf und Blue-Sky-Wetterexperte geben vorsichtige Prognose für das erste Halbjahr 2021.

KRONSTORF. Bereits als Kind stand Peter Buschbeck ständig am Fenster, um Gewitter zu beobachten – diese Faszination hat ihn bis heute nicht losgelassen. „Das Wetter ist einfach pure Chaostheorie und immer anders. Es gibt ständig etwas Spannendes zu entdecken. Egal, ob es tolle Wolkenformationen oder Stürme sind“, so der Bio-Gemüsegärtner, der in Kronstorf die Hofgärtnerei betreibt. Meterologie als Hobby betreibt er seit seiner Jugend. Über das Internet lernte der damals 15-Jährige Gleichgesinnte kennen und schloss sich dem Verein Skywarn Austria an, der Hobbymeteorologen aus ganz Österreich vereint und rund 160 Mitglieder umfasst. „Dort arbeiten wir mit Experten zusammen und geben Informationen unserer Wetterstationen weiter. Wir sind quasi das Auge vor Ort.“

40 Wetterstationen in OÖ

Zirka 40 dieser Stationen, die vom Wetterdienst zur Verfügung gestellt werden, sind in Oberösterreich verteilt. Eine davon steht im Garten des Kronstorfers, dort entnimmt er Werte zu Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Niederschlag. Eine zweite ist am Dach des Hauses befestigt. Anhand der gesammelten Daten aller Wetterstationen und -warten wird dann eine Wetterkarte erstellt, die online einsehbar ist. „Die Kunst besteht aber darin, die Karte zu lesen. Nur so kann man dann eine Prognose erstellen, zumindest für die nächsten sieben bis zehn Tage“, erzählt der 35-Jährige. Wetterprognosen über einen längeren Zeitraum hält er für wenig seriös. „Das Zünglein an der Waage beim Wetter ist immer die Verteilung von Regen und Gewitter – Niederschläge im Voraus zu prognostizieren gestaltet sich aber meist schwierig. In der Langzeitmeteorologie werden Trends der letzten Jahre verglichen, aber eine hundertprozentige Vorhersage für das gesamte kommende Jahr ist unmöglich.“

„Unsere Prognosen deuten daraufhin, dass wir heuer ein sehr mildes Frühjahr bekommen werden – sogar um ein bis zwei Grad wärmer als im Durchschnitt.“ Wolfgang Traunmüller, Geophysiker und Meteorologe

Auch wenn Buschbeck derzeit bei Skywarn inaktiv ist – als Gemüsegärtner ist er rund um die Uhr eingespannt – weiß er dennoch genauestens über das Wetter Bescheid und wagte sich an eine vorsichtige Prognose für den Frühling. „Nach meiner persönlichen Einschätzung bleibt der Februar noch winterlich, ab März und April wird das Wetter dann deutlich wärmer und schöner. So war es der Trend der letzten Jahre und daran wird sich auch heuer wahrscheinlich nicht viel ändern“, so der Hobbymeteorologe. Ins selbe Horn stößt auch Wolfgang Traunmüller, Chef von Blue-Sky-Wetteranalysen in Attnang Puchheim: „In den nächsten 1,5 Wochen kündigt sich warmes Wetter an und die Prognosen deuten daraufhin, dass wir heuer ein sehr mildes Frühjahr bekommen werden – sogar um ein bis zwei Grad wärmer als im Durchschnitt. Föhnwetterlagen lassen darauf schließen, dass es trocken bleibt.“ Einen erneuten Wintereinbruch im März will Traunmüller aber nicht ausschließen. „Laut unseren Langzeitmodellen für die nächsten 14 Tage können wir noch keinen markanten Kälteeinbruch verzeichnen, aber es ist eben auch noch nicht absehbar, wie sich das entwickeln wird“, so der Geophysiker.

Siebenschläferregel für den Sommer

Zum Sommer will sich Traunmüller deshalb noch nicht äußern, nur so viel sei verraten: „So wie das Wetter Ende Juni/Anfang Juli ist, so wird es meistens auch den Sommer lang sein. Das besagt die Siebenschläferregel und die hat unserer Erfahrung nach eine Trefferquote von über 60 Prozent.“

Peter Buschbeck neben seiner Wetterstation im Garten – mit ihr misst er regelmäßig Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Niederschlag.

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