Pop-up-Stores füllen die leeren Geschäfte in Enns

Die Pop-up-Stores stehen in den Startlöchern. Nur noch eine der Geschäftsflächen sucht einen Mieter.
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ENNS (km). Das Beleben der Innenstadt ist in Enns seit Jahren ein wichtiges Thema. "Die Bemühungen der letzten Jahre tragen endlich Früchte", so Wirtschaftsstadträtin Rita Sengseis-Spindler (VP). In Enns herrsche derzeit eine Aufbruchsstimmung. Nicht zuletzt deswegen, weil neue Geschäfte wieder in die Innenstadt locken. Dennoch gibt es weiterhin leerstehende Flächen, die mit Leben gefüllt werden könnten. "Als Wirtschaftsstadträtin kann ich allerdings niemanden an der Hand nehmen. Es müssen sich Initativen herauskristallisieren, die wir dann nach Bedarf individuell unterstützen können." Im nächsten Ausschuss bespreche man eine Wirtschaftsförderung für jene, die sich in Enns ansiedeln wollen. "Das soll keine ausschließlich finanzielle Unterstützung sein, sondern sich nach dem Antragsteller richten."

Zusätzlich seien die Wochenmärkte Besuchermagneten. "Angebot und Nachfrage müssen sich hier ergänzen. Darauf sollten wir in Zukunft noch mehr schauen." Auch die Pop-up-Stores sind ideal, um Besucher nach Enns zu ziehen. "So wie es derzeit aussieht, ist es ein erfolgreiches Projekt", so Singseis-Spindler, die besonders Max Homolka für sein Engagement dankt.

Suche nach weiteren Flächen

"Dauerhaft leerstehende Geschäftslokale sollen damit der Vergangenheit angehören", erklärt Stadtmarketingchef Homolka das "Pop-up-Store"-Konzept. In die leerstehenden Räume werden vorübergehend Unternehmer einziehen. Diese können ihre Geschäftsidee gegen Zahlung der Betriebskosten in Enns austesten. Insgesamt fünf Objekte wurden bisher in das Projekt aufgenommen. Judith Bindreiter bezieht als erste Unternehmerin für wenige Tage einen Pop-up-Store. Von 24. bis 29. Juli testet sie, ob es in Enns Nachfrage nach ihren Produkten gibt. "Bis jetzt habe ich auf Messen ausgestellt", erzählt sie. Bindreiter möchte den Ennsern ihren Magnetschmuck mit "gesundheitlicher Wirkung" näher bringen. Die Unternehmerin wurde durch die Presse auf dieses Konzept aufmerksam. Nun wird sie für eine Woche das Geschäftslokal am Dingolfinger Platz beziehen.

Günther Burgholzer hat sich im Gegensatz zu Bindreiter für die "Long-Term-Nutzung" entschieden. "Ich habe eine kleine Geschäftsfläche in Enns gesucht und bin über Umwege zu Max Homolka gekommen", so der Architekt, der sich auf Althaussanierungen spezialisiert hat. Er will in seinem Büro in der Bräuergasse voraussichtlich auch noch nach seiner "Pop-up-Store"-Zeit bleiben. Burgholzer ist mit diesem Entschluss nicht allein. Zwei weitere "Pop-up-Store"-Betreiber sind gekommen, um zu bleiben: Lucias Naturladen und Avalon Concept Store. "Wir sind deshalb bereits auf der Suche nach weiteren Geschäftsflächen", so Homolka.

"Parkproblem verschlafen"

"Trotz positiver Entwicklungen in der Innenstadt, kann eine dauerhafte Belebung nur funktionieren, wenn den Kunden ausreichend Parkflächen zur Verfügung stehen", ist sich Wirtschaftsstadträtin Sengseis-Spindler sicher. "Natürlich wäre es schön, wenn wir mehr Ennser dazu bringen, auf das Auto zu verzichten. Die Realität sieht aber anders aus." Aus diesem Grund müsse man das Problem der fehlenden Parkplätze gemeinsam "mutig angehen", dürfe es "nicht weiter verschlafen".

Über die Pop-up-Stores in der Ennser Innenstadt

Die Pop-up-Stores sollen die Ennser Innenstadt zusätzlich beleben. Dauerhaft leerstehende Geschäftslokale gehören so bald der Vergangenheit an. Provisorische Einzelhandelsgeschäfte beziehen – je nach Modell – unterschiedlich lange eine leerstehende Fläche. Zwei verschiedene Varianten stehen den Unternehmern zur Auswahl: die Short-Term-Nutzung und die Long-Term-Nutzung. Während bei der einen Variante die Interessenten nur einige Tage im Geschäft bleiben, beziehen sie bei dem anderen Modell mindestens einen Monat lang die Räumlichkeiten.

Das "Pop-up-Store"-Projekt ist derzeit mit einer Laufzeit von drei Jahren angesetzt. Unterstützung oder Förderungen bekommt die Idee vom Ennser Wirtschaftsverein, von der Wirtschaftskammer Linz-Land und vom Regionalentwicklungsverein Zukunft Linz-Land.

Autor:

Katharina Mader aus Enns

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