Wien-Favoriten: Das Turmglashaus soll wiederbelebt werden

Vor 43 Jahren wurde das Turmglashaus im Kurpark Oberlaa gebaut. Heute dient die ehemalige Gemüsefabrik nur noch als Rankhilfe.
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  • Vor 43 Jahren wurde das Turmglashaus im Kurpark Oberlaa gebaut. Heute dient die ehemalige Gemüsefabrik nur noch als Rankhilfe.
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FAVORITEN. Vertical gardening bezeichnet man das Begrünen und Gemüse-#+pflanzen, das in die Höhe geht. Anstatt nur den Boden zu benutzen, werden Pflanzen an Hausfassaden, Dächern und Kletterhilfen aufwärts geführt.

"In anderen Städten ist diese Art des Gärtnerns modern, während der Vorreiter dieses Modells in Wien verfällt", ärget sich Neos-Bezirksrätin Christine Hahn. Gemeint ist damit die Pflanzenfabrik von Othmar Ruthner, die im Kurpark Oberlaa nur mehr vor sich hin rostet. Er entwarf zweimal für die Internationale Gartenschau in Wien ein 41 Meter hohes Turmglashaus, in dem auf mehreren Etagen Gemüse gezogen und geerntet wurde. Die Idee des Glashauses hat der Vordenker einfach in die Höhe gezogen.

Wegweiser zur Ruine

Während das Gebäude im Donaupark abgerissen wurde, steht das Turmglashaus im Kurpark Oberlaa noch immer. Sogar Wegweiser führen vom Eingang Süd bis hin zur Ruine des damals visionären Baus. Nur zu sehen gibt es ein versperrtes Haus und ein verwachsenes Metallgerüst, das in den Himmel ragt.

"Das Turmglashaus ist ein Ausstellungsrelikt", wissen die Stadtgärtner. Den damaligen Besuchern wurde die Novität präsentiert. "Aber die Turmglashäuser haben sich nicht durchgesetzt", wissen die Gärtner. So wurden schließlich vor 20 Jahren aus Sicherheitsgründen die Glasscheiben entfernt. Da das Gerüst in Ordnung ist, wird es noch heute für eine Berankung mit Kletterpflanzen genutzt.

Der Neos-Bezirksrätin Christine Hahn ist das zu wenig. So fehlt ihr etwa eine Tafel mit einem Hinweis auf das Gebäude und die ursprüngliche Absicht, hier Gemüse anzubauen.
"Hier wäre die Möglichkeit, ein lebendiges Denkmal zu gestalten, das zu dem schönen Park passt", wünscht sich Hahn.

Gemüse im Paternoster

So könnte man das ebenerdige Haus aus seinem Dornröschenschlaf wecken und zu einem Café machen oder anderweitig nutzen. Auch das Turmglashaus könnte in seiner ursprünglichen Funktion wieder erweckt werden. Die Bezirkspolitikerin hat recherchiert, dass hier im Kurpark Salat- und Tomatenbeete von einer Art Paternosteraufzug rotiert wurden. Die ganze Konstruktion, die auf rund acht Quadratmetern Boden steht, benötigte nur einen Gärtner. Dieser konnte so viel ernten, wie damals auf 1.000 Quadratmetern Grundfläche.

Nun sollen die Stadtgärtner abschätzen, inwieweit eine neue Nutzung des historischen Baus finanziell möglich wäre, so ein Neos-Antrag in der jüngsten Bezirksvertretungssitzung.

Vor 43 Jahren wurde das Turmglashaus im Kurpark Oberlaa gebaut. Heute dient die ehemalige Gemüsefabrik nur noch als Rankhilfe.
Der Wegweiser führt zum Turmglashaus. Beim Relikt selbst ist aber kein Hinweis mehr auf seine Existenz oder seine frühere Funktion, ärgert sich Neos-Bezirksrätin Christine Hahn.

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