Wiener setzten alle schachmatt

So sehen Sieger aus: Das Wiener Jugendteam mit Trainer Harald Schneider-Zinner (l.).
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  • Foto: Wiener Schachverband
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WIEN. Kaum zu glauben, aber das Schachspiel begeistert die Wiener Jugend. Mehr als 250 Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 18 Jahren spielen in Vereinen. Und sie werden immer erfolgreicher.

So gewannen die Wiener heuer die Österreichischen Jugendmeisterschaften eindeutig. Die Mädels und Jungs aus der Hauptstadt errangen mehr Medaillen als der Zweit-, Dritt- und Viertplatzierte zusammen.

Wie ein Fußball-Match

Die Kinder zeigten sich begeistert von ihrem Erfolg: "Cool", so der Tenor. Bei der Vorbereitung auf das Turnier wurde aber nicht nur Schach gespielt. Am Brett braucht man auch eine gute Kondition.

"Eine klassische Schachpartie auf hohem Niveau dauert schon fünf bis sechs Stunden", so Christian Hursky, Präsident des Wiener Schachverbands. Für diese Gewalttour verbrauchen die beiden Spieler etwa so viele Kalorien wie ein Fußballspieler bei einem Match.

"Top-Leute kommen da nicht ohne Kraft- und Ausdauertraining aus", so Hursky. Auch auf die Ernährung müsse man achten: Nüsse seien bei den Schachspielern besonders beliebt. Bei der Jugend ist das Bewegungstraining eine willkommene Abwechslung zur Konzentration und Ruhe vor dem Brett.

Schach und Stabhochsprung

Dass sich auch schon Sechsjährige für diesen Sport begeistern können, das liegt an Trainer Harald Schneider-Zinner und seinen Methoden. Heute starten Kinder etwa ganz anders in die Schachwelt als noch deren Eltern: Am Beginn steht das Endspiel.

"Das ist wie beim Stabhochspringen", erklärt Hursky. "Da startet man auch nicht seinen allerersten Versuch mit 6,2 Metern." Also beginnt man beim Schach mit weniger Figuren. So wird die Sache übersichtlicher.

Nächster Schritt: aus verschiedenen Stellungen zum Matt finden. Das funktioniert, weil sich bestimmte Bilder immer wieder wiederholen. "Für Kinder ist das wie das Spiel Memory", so Hursky.

Und der Erfolg gibt dem Schachpräsidenten und seinem Team recht: Der 17-jährige Valentin Dragnev ist bereits auf dem Weg zum Großmeister und viertstärkster Spieler in Österreich. Und die nächste große Hoffnung scharrt bereits in den Startlöchern: Felix Blohberger (13).

Zur Sache

Schach ist Persisch und bedeutet "König". Es ist ein strategisches Brettspiel, bei dem jeder Spieler 16 Figuren auf einem Brett mit 64 Feldern hat. Ziel ist es, den gegnerischen König zu schlagen.

Standardschach: Ein Spiel dauert 90 Minuten plus 30 Sekunden Zeitgutschrift pro Zug.
Schnellschach: Die Spieler haben hier eine Bedenkzeit von je 10 bis 60 Minuten für alle Züge.
Blitzschach: Jedem Spieler stehen zumeist für alle Züge jeweils fünf Minuten zur Verfügung.

Kontakte

Wenn Kinder oder Jugendliche ins Schach hineinschnuppern wollen:
• Peter Jirovec wartet auf Anfragen von Schulen unter schulschach@chess-vienna.at
• Gerald Peraus organisiert alles rund um Kinder-Schach und ist unter gperaus@chello.at erreichbar.

So sehen Sieger aus: Das Wiener Jugendteam mit Trainer Harald Schneider-Zinner (l.).
Das Endspiel: Damit starten Kinder in die Schachwelt.

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