15.09.2014, 17:44 Uhr

Gartentipps Gärtner Starkl

Auch die Herbstanemone ist dabei
Gartentipp vom starken Gärtner STARKL!
Was im September zu tun ist! September 2014



BLUMENZWIEBEL und -knollen



Die sommerblühenden Blumenzwiebeln wie die Gladiolen oder die Dahlien sind jetzt Anfang September entweder schon verblüht oder im Verblühen. Sind Ihre Gladiolen gerade erst verblüht, dann schneiden Sie die Blütenstände weg und düngen sie nochmals am besten mit einem Flüssigdünger. Die Blätter nehmen den Dünger noch auf und geben die Kraft sobald sie zu Vertrocknen beginnen an die Knolle weiter. Sind im Oktober dann die Blätter braun, schneiden sie diese knapp über der Knolle ab, nehmen sie sie aus der Erde, reinigen sie die Zwiebel und lassen sie einige Tage im Warmen trocknen. Über den Winter sollten sie die Zwiebeln dann an einem trockenen kühlen Platz lagern. Pfingstrosen und Dahlien werden oft zu den Blumenzwiebeln gezählt, haben aber Rhizome oder Wurzelknollen, die sich wie Blumenzwiebeln verhalten. Sie sammeln ebenfalls die Nährstoffe in den Blättern und transportieren diese im Herbst in die Rhizome. Das heißt, dass man das Laub nicht im grünen Zustand abschneiden darf.

Jetzt sieht man genau wo im Herbst noch etwas Farbe im Garten notwendig ist. Zum Beispiel sind Herbstzeitlosen eine hübsche Ergänzung, sie lieben sonnige Standorte, können aber auch im hellen Halbschatten gut gedeihen. Jetzt im frühen Herbst ist die richtige Zeit sie einzulegen, dann werden sie vielleicht heuer noch blühen. Sonst treiben sie aber im Frühjahr Blätter, im darauffolgenden Herbst blühen sie und zeigen sich einfach oder gefüllt, heller oder dunkler im Lila, eine zarte Farbergänzung zu den sonst so kräftigen Farbtönen des Herbstes.

Die wirklich wichtige Nachricht ist aber, dass die Blumenzwiebeln, die im Frühling ihr Herz erfreuen, endlich in unseren Gartencentern angekommen sind. Also abgesehen von den Herbstzeitlosen und dem Safran, der auch ein Herbstkrokus ist, gibt es jetzt Tulpen, Narzissen, Hyazinthen, Krokus, Lilien, Traubenhyazinthen, Blauglöckchen, Ranunkeln, Anemonen, Schneeglöckchen, Maiglöckchen, und noch viele, viele mehr.

Wir stellen vor:

Blumenzwiebeln zum Verwildern - Das Schneeglöckchen und den Bulgarenlauch

Das Schneeglöckchen – Galanthus nivalis


Das Schneeglöckchen gehört zu den Amaryllisgewächsen, und hat seinen Namen aus dem Griechischen gála für Milch und ánthos für Blüte. Ursprünglich kommen sie in Europa und von Kleinasien über den Kaukasus bis zum Kaspischen Meer vor. In Amerika gibt es sie erst seit dem man sie dort ausgesetzt hat. Sie lieben Waldwiesen, Auen und Laubwälder und bevorzugen schattige und feuchte Standorte. Sie blühen zwischen Ende Februar und Anfang April, je nach Witterung, sie durchstoßen oft noch eine dünne Schneedecke um ans Licht zu gelangen und kündigen den Frühling an. Wenn man im Garten den richtigen, leicht feuchten und schattigen Standort findet, dann verwildert das Schneeglöckchen und breitet sich flächig und in dichten Horsten aus.



Der Bulgarenlauch – Nectaroscordum siculum ssp. bulgaricum

Der Bulgarenlauch gehört zu den Liliengewächsen und ist mit dem Lauch entfernt verwandt. Er kommt ursprünglich in Bulgarien und Kleinasien vor, wo er auch jetzt noch wild wächst.er wird ca. 60 – 120cm hoch und hat breite lanzettförmige Blätter. Seine Blüten sind lockere Dolden mit 10-20 hängenden zierlichen Glöckchen.

Er liebt Sonne bis Halbschatten und wächst am liebsten in leichten, sandigen und kalkhaltigen Böden.







SAISONPFLANZEN



Der Herbst ist mit seinem Herbstzauber in unsere Gartencenter eingezogen. Der Regen hat heuer unseren Sommerblumen schon stark zugesetzt und auch die kühlen Temperaturen sind für einige Wärmeliebhaber schwer zu verkraften, daher warten da oder dort einige Töpfe, deren Inhalt erneuert werden muss. Das zarte Silbergrau des Calocephalus, gemischt mit den leuchtenden Gelb-, Rosa-, Violett- und Rottöne der Chrysanthemen, peppen jeden Topf auf und füllen prachtvoll entstandene Lücken. Leuchtende Zierpfefferoni, die aber ohne weiteres gegessen werden dürfen – Achtung! Sehr scharf! -, rote Rebhuhnbeeren, Johanniskraut mit rosa, gelben oder orangen Beeren und die Pernettien mit strahlend weißen oder rosa bis pinkfarbenen Beeren ergänzen exquisit jede herbstliche Neupflanzung. Den letzten Pfiff erreichen Sie, wenn dann noch da oder dort ein Kürbis oder eine Ziergurke zwischen den Gräsern oder unter dem Zierkohl herausleuchtet. Unsere Floristen haben sich herbstlich ausgetobt und die schönsten Körbe und Schalen für Ihre Terrasse oder Ihren Eingang gepflanzt.








KÜBELPFLANZEN



Ihre Kübelpflanzen bemühen sich heuer trotz des Regens einen guten Eindruck zu machen. Da Sie jetzt dicht grün sind gelingt ihnen das zum Großteil gut – leider lässt die Blüte etwas zu wünschen übrig. Sie haben die letzten Wochen des Sommers zum Großteil gut überstanden und hoffen auf einen schönen „Altweibersommer“ mit Ihnen.

Um alle Früchte zur Reife zu bringen und die Blüten bis zum Herbst zu halten, wurden alle Kübelpflanzen bis Ende August mit Dünger versorgt.

Im September ist es an der Zeit mit dem Düngen vorsichtig zu sein. Pflanzen, die den ganzen Winter in einem frostfreien aber kühlen Raum stehen, nehmen ab 6° C kaum mehr Nahrung auf und sollen deshalb jetzt noch mit hochwertigen Düngern und Spurenelementen versorgt werden, zB.: Eisendünger für die Zitruspflanzen!

Pflanzen, die zwar im Kübel stehen, aber zu den Winterharten gehören und im Freien bleiben, bekommen im September keine sofort verfügbare Nahrung mehr. Sie dürfen in die Töpfe organische Dünger wie Hornspäne, Rizinusschrot und Urgesteinsmehl streuen, da dieser Dünger den Pflanzen erst im Frühjahr zur Verfügung steht, und dann brauchen sie ihn auch. Jetzt schließen die Pflanzen das Wachstum ab um im Winter gut gegen tiefe Temperaturen gewappnet zu sein.

Wenn auf Ihrer Terrasse die eine oder andere Pflanze schon abgeblüht ist und schon einmal besser ausgesehen hat, stellen Sie diese einfach etwas in den Hintergrund und holen sich die ersten strahlend gelben, orangen oder weinroten Chrysanthemen-Kugeln. Somit hat Ihr Wohnraum im Freien wieder Farbe und Pfiff.







ROSEN



Im Rosengarten haben unsere Rosen ebenfalls trotz des Regens viele neue Triebe mit Knospen angesetzt und wollen uns noch einmal betören und bezaubern. Wenn sie immer alle Hagebutten sofort nach dem Abblühen der Rosenblüten weggeschnitten haben, dann sind die meisten Rosensträucher voll Knospen und – so der ‚Altweibersommer doch noch kommt - bis in den Oktober hinein herrlich blühen. Lassen sie sich von der Königin der Blumen sinnlich verwöhnen. Mit ihren viele Gestalten berauscht sie das Auge, die Nase und als Rosengelee oder als Hagebuttenmarmelade den Gaumen.



Einteilung der Rosen nach Wuchsform:
•Zwergrose
•Bodendeckerrose
•Polyantharose oder Beetrose
•Edelrose
•Strauchrose
•Schling- oder Kletterrose
•Ramblerrose








STAUDEN und GRÄSER



Unsere Staudenbeete beginnen Ihr herbstliches Kleid anzulegen. Es blühen die goldgelben Sonnenhüte mit Ihrem dunkelbraunen Knöpfchen und die Herbstfetthenne färbt sich langsam vom grünlichen Hellrosa zu schönen rosa Dolden aus und ist der Lieblingstreffpunkt aller Bienen. Die Chrysanthemen bringen da und dort kräftige Farbtupfer hervor und die zarten Herbstanemonen leuchten in Weiß und Rosa aus schattigen Ecken.

Auch die Gräsern sind jetzt „in“. Sie blühen und blühen und wiegen sich voll Lust im spät-sommerlichen Wind und sehen auch mit Regentropfen, die stetig von den Halmen tropfen, hübsch aus.

Das Lampenputzergras sieht wie eine duftige Halbkugel aus, die großen Blütenstände des Pampasgrases schieben sich durch die Halme und das Reitgras oder das Chinaschilf belebt Hinter- und Vordergründe.

Da auch schon einiges verblüht ist und Sie die braunen Stengel von abgeblühten Blütenständen weggeschnitten haben, haben Sie auch gesehen welche Plätze mit neuen Pflanzen ergänzt werden sollen, welche Staude so stark geworden ist, sodass man sie im Herbst abstechen muss und wo Sie vielleicht das eine oder andere austauschen möchten, da es farblich oder in der Höhe nicht so passt.

Wir stellen vor:

Herbstanemone – Anemone hupehensis


Die Herbstanemone gehört zu den Hahnenfussgewächsen. Natürliche Vorkommen gibt es auf grasigen Hängen und Flussufer in hügeligen Gebieten in Höhenlagen von 400m bis 2600m in Japan und einigen Provinzen Chinas. Die meisten Herbstanemonen, die bei uns im Verkauf stehen sind Hybrid-Sorten aus Züchtungen. Sie lieben auch bei uns gute humose Böden in etwas schattigen oder halbschattigen Lagen. Die meisten Sorten werden zwischen 60 und 120cm hoch, können, wenn der Standort gut ist, verwildern und wirken wunderschön, wenn sie im Herbstwind hin und her schaukeln.









KRÄUTER



Im Kräutergarten ist noch Sommer- und Wachstumslaune. Trotzdem ist es gut, wenn man jetzt aus der üppigen Menge zu ernten beginnt und die einen Kräuter im Schatten trocknet und die anderen fein geschnitten einfriert.



Benutzen Sie jetzt besonders viele Kräuter, sie sind voll Geschmack, haben den Sommer mit der Wärme noch gespeichert und sind nicht nur Würze sondern geben uns alles an positiven Wirkstoffen ab. Zum Beispiel fein geschnittener Zwiebel mit gehackter Petersilie, Sauerampfer, Thymian, Rosmarin und Basilikum vermengen, unter einige Esslöffel Topfen und einen Esslöffel Olivenöl rühren, mit Salz und Pfeffer aus der Pfeffermühle abschmecken und auf ein Bauernbrot streichen – man könnte süchtig werden.



Wir stellen vor:

Sauerampfer – Rumex acetosa


Der Sauerampfer gehört zu der Familie der Knöterichgewächse und ist ein Wildgemüse. Der Sauerampfer wächst in Wiesen und liebt stickstoffreiche lehmige böden. Es enthält sehr viel Vitamin C und ist in kleinen Mengen sowohl roh im Salat als auch gekocht wie Spinat sehr gesund. In sehr großen Mengen soll man ihn wegen des hohen Oxalsäuregehaltes nicht essen!
Sauerampfer wird in den letzten Jahren auch im Topf angeboten und man kann ihn sehr leicht im Garten oder als Kübelpflanzen ziehen und so den Vitamin-C Gehaltmit wenig Blättern decken.









STRÄUCHER, BÄUME und NADELGEHÖLZE



In den letzten Jahren hat ein Strauch den herbstlichen Garten erobert: die Hortensie!


Es gibt die neuen Sorten „Endless Summer“ und „Forever and Ever“, Ballenhortensien, die remontierend blühen, das heißt, dass sie auf jedem frischen Trieb blühen und das bis in den Herbst hinein. Man kannte das schon von den Schneeballhortensien, aber der wahre Hit sind die neuen Rispenhortensien. Sie beginnen ab Juli mit den Knospen der Blütenrispen und blühen Juli, August, im September ist die erste Charge im Verblühen sehr attraktiv, da sich die Rispen rosa oder grün verfärben, und eine kleinere zweite Charge ist wieder am Blühbeginn. Zugleich die herrlichen Farben des Hibiskus und noch einige Blüten des Sommerflieders, und unser Garten zeigt sich im beginnenden Herbstkleid, das dem Sommer in keiner Weise nachsteht. Bei den Sträuchern mit den Beeren beginnt der Gemeine Schneeball mit seinem glänzenden roten Beeren, die leider in der Vase nicht lange halten, dicht gefolgt von den Zieräpfeln. Dann kommen Feuerdorn, Vogelbeere und der Liebesperlenstrauch, die letzten 4 sind auch geschnitten ein schöner Schmuck im Haus.

Wenn Sie Zeit haben, dann beginnen Sie schon ein wenig im Garten Ordnung zu schaffen. Schneiden Sie Abgeblühtes weg, und räumen schon abgefallenes Laub in den Komposthaufen. Beobachten Sie jetzt Ihren Buchs genau, damit der Buchsbaumzünsler keine Chance hat und Sie frühzeitig dagegen vorgehen können. Sie können jetzt alle Ihre Sträucher, Bäume und Nadelgehölze düngen, mit einem groben organischen Dünger, wie Hornspäne, Rizinusschrot oder Dünger von Naturrein, da dieser jetzt keinen Stickstoff mehr abgibt, aber im Frühjahr zeitig zur Verfügung steht.

Wenn Sie jetzt in Ihrem Garten noch neue Sträucher, Bäume oder Nadelgehölze pflanzen möchten, dann ist genau die richtige Zeit. Besonders die Nadelgehölze sind wieder ein Thema, denn viele Jahre wurden Sie vor allem in Vorgärten zuhauf gepflanzt, und dann wiederum gänzlich verworfen. In einem schönen Garten sind sie aber doch auch wichtig! Nicht in Mengen gepflanzt, aber als Fixpunkte um dem Garten Struktur zu geben, als Stilelement auf Grund von strikten Formen und als Grün im Winter für unser Auge und für die Vögel zum „sich sicher zu fühlen“, haben Nadelgehölze ihre Berechtigung und können ein echter Gewinn sein.

Wir stehen Ihnen natürlich auch für Neuplanungen zur Verfügung, egal ob Terrasse, Balkon, Dachgarten oder Hausgarten und Park, unsere Gärtner und Landschaftsgärtner helfen Ihnen gerne.





KLETTERPFLANZEN



Noch immer blühen einige Clematissorten zum zweiten Mal, und die Goldwaldrebe (Clematis tangutica) fließt wasserfallähnlich mit gelben Blütenglöckchen über Bögen, Wände und Pergolen und bildet zur gleichen Zeit schon ihre wattigen Blütenstände aus.

Sehr attraktiv sind jetzt auch die verschiedenen Blattpflanzen, deren Blüten unscheinbar sind, deren Laub aber besonders eindrucksvoll ist. Dazu gehören der Wilde Wein, den es in verschiedenen Sorten mit verschiedenen Blattformen gibt, der Efeu, der klein- oder großblättrig, herzförmig oder stärker gezackt, grün, gelb- oder weißbunt Wände begrünt, aber auch den Strahlengriffel mit seinen rosaroten Blattspitzen und die Pfeifenwinde mit dem riesigen Herzblatt.

Vor den meisten Schlingpflanzen wirkt eine sinnvolle und gut gestaltete Unterbepflanzung sehr attraktiv. Besonders die verschiedenen Clematissorten lieben einen beschatteten Wurzelfuß und wachsen gerne in die Sonne. Daher sollte die Unterbepflanzung dicht belaubt sein, und die Blüten farblich mit der Clematis harmonieren.

Beachten Sie bei Neupflanzungen ob Wand, Bogen oder Pergola sonnig oder schattig sind, da die jeweils richtige Pflanze viel schneller wächst, wenn sie dem Standort gemäß gewählt wird.

Fortsetzung folgt


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Ilse Hanold aus Rudolfsheim-Fünfhaus | 15.09.2014 | 17:48   Melden
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Renate Blatterer aus Favoriten | 15.09.2014 | 18:32   Melden
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