Absolut kein Job wie jeder andere

Alfred Aigner war 42 Jahre im Rettungsdienst tätig. 38 Jahre als hauptberuflicher Notfallsanitäter. Nun ist er im Ruhestand
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FELDKIRCHEN (fri). Mit Ende Juni hat der Notfallsanitäter und hauptberufliche Mitarbeiter Alfred Aigner die Bezirksstelle des Roten Kreuzes in Feldkirchen verlassen. Der Grund ein ganz einfacher: Er tritt seine Pension an. Von den 42 Jahren Dienstzeit war er 38 Jahre hauptberuflich als "Retter" tätig.

Aus Überzeugung

Aigner geht mit einem lachenden und einem weinenden Auge. "Mein Beruf hat mich voll ausgefüllt und ich habe es nie bereut, dass ich meinen erlernten Beruf als Tischler zugunsten eines Rettungsberufs aufgegeben habe", sagt er. Noch heute denkt Aigner, der sich selbst als "Buben für alles" bezeichnet, mit einem Lächeln an die Anfänge zurück.

Erstes Notarztsystem

"Als ich 1975 meinen Dienst als Ehrenamtlicher antrat, war unsere Ausrüstung äußerst bescheiden. Aber wir mussten damit zurechtkommen und haben auch damals schon unser Bestes gegeben, um Menschen in Notsituationen zu helfen."
Allerdings hätte es auf Initiative einiger engagierter Personen schon in den Anfangsjahren eine Art Notarztsystem in Feldkirchen gegeben. "Mit den vorhandenen Mitteln haben wir ein gut funktionierendes System aufgebaut. Selbstverständlich waren auch alle im Team bereit mitzuarbeiten."

Überall einsetzbar

Zwei Mal in seiner Laufbahn hat er einen Standortwechsel miterlebt. "1999 sind wir in die Lastenstraße übersiedelt und seit dieser Zeit auch Notarztstützpunkt." Er selbst hat viele Ausbildungen absolviert und auch im Rettungskommando und beim Katastrophendienst mitgearbeitet. Zu seinen Aufgaben zählten unter anderem das Lenken des Notarztwagens sowie die Erstellung des Dienstplans. "Grundsätzlich muss immer genügend Personal für die Rettungstransportwägen sowie den Notarztwagen im Stützpunkt sein. Neben den hauptberuflichen Mitarbeitern können auch Ehrenamtliche und Zivildiener eingeplant werden."

Unvergessliche Momente

Als Job wie jeden anderen würde Aigner seine Arbeit allerdings nicht bezeichnen. "Es gehört schon viel Liebe und Idealismus dazu, sonst zerbricht man daran", hat ihn seine Erfahrung gelehrt. "Neben vielen traurigen Momenten – besonders groß ist die Betroffenheit immer, wenn Kinder in ein Unglück involviert sind – gibt es aber auch wunderschöne und einmalige Erlebnisse. Eine Hausgeburt oder eine Geburt im Rettungswagen sind Augenblicke, die man wohl nie vergisst."

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