Heidelbeer-Ernte: Außen ganz blau und innen süß und saftig

Hermann Gatternig bewirtschaftet mit seinem Vater den Heidelbeergarten im Bleistätter Moor. Jetzt ist Erntezeit
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BLEISTÄTTER MOOR (fri). Seit fünf Jahren betreibt die Familie Gatternig den Heidelbeer-Garten im Bleistätter Moor. Die blauen Früchtchen haben es ganz besonders Ferdinand Gatternig angetan. Er ist von den positiven Eigenschaften der Beeren restlos überzeugt. Darum hat er schon Anfang der 1990er begonnen eine Fläche von rund einem halben Hektar im Bleistätter Moor mit Heidelbeeren zu bepflanzen.

Keine nassen Füße

"Der Moorboden ist zwar optimal für die Pflanzen, "nasse Füße" sind allerdings nichts für Heidelbeeren", erklärt Gatternig. "Wir hatten in den vergangenen Monaten einige Überschwemmungen und der tiefere Teil des Garten stand mehrmals unter Wasser. Dazu kamen Frost und dann wieder extreme Trockenheit." Bedingungen, mit denen die rund 1.000 Heidelbeer-Stauden zu kämpfen haben.

Vögel & Feinschmecker

Zu kämpfen hat Ferdinand Gatternig, der von seinem Sohn Hermann tatkräftig unterstützt wird, aber nicht nur mit Witterungseinflüssen. Auch gefräßige Vögel – vorwiegend Stare – und Insekten laben sich gerne an den blauen Beeren und außerdem würden sie mit ihren Ausscheidungn für Verunreinigungen sorgen. "Über die gesamte Anlage werden nach der Blüte Netze gespannt. Davor erledigen noch Bienen und, wie wir registriert haben, immer mehr Hummeln die wertvolle Arbeit der Bestäubung. Ohne diese hätten wir nichts zu ernten."

Marmeladen-Zeit

Und geerntet wird im Heidelbeer-Garten bis Mitte August. "Wir haben fünf verschiedene Sorten", sagt Hermann Gatternig. "Sie werden zu unterschiedlichen Zeiten reif, unterscheiden sich im Geschmack und der Verwendungsart." Gerade in diesen Tagen werden die Beeren, aus denen sich besonders gute Marmelade machen lässt, reif.

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag 9 bis 19 Uhr.

Zur Sache

Im Blickpunkt der Wissenschaft stehen bei Untersuchungen zur Gesundheitswirkung der Heidelbeeren immer wieder die sogenannten Anthocyane.
Anthocyane unterstützen den Körper dabei, freie Radikale abzufangen und sie zu neutralisieren. Die Pflanzenstoffe, die den Heidelbeeren auch ihre tiefblaue Farbe geben, können so einen vorzeitigen Alterungsprozess der Haut ausbremsen. Heidelbeeren können also tatsächlich vorbeugend bei Falten wirken. Zudem stabilisieren die in Heidelbeeren enthaltenen Biostoffe das körpereigene Adernsystem und sollen laut einiger Studien sogar Krebs vorbeugen können.

Auch
die in Heidelbeeren reichlich enthaltenen Vitamine C und E machen die blauen Früchte zu einem echten Beauty-Food.
Vitamin C kurbelt die Produktion von Kollagen an – und das polstert die Haut quasi von innen auf.
Vitamin E gilt seit langem als Schönheits-Vitamin. Beide Vitamine zählen zudem zu den Antioxidantien, helfen freie Radikale abzufangen und stärken das Immunsystem.
Ganz nebenbei freut sich auch die Figur, wenn Heidelbeeren häufig auf dem Speiseplan stehen: 100 Gramm Heidelbeeren enthalten gerade einmal 36 Kalorien.

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