Ordnung ist das halbe Leben, Unordnung die zweite Hälfte

Ordnen und loslassen in Raum und Seele lässt uns leicht und frei im Leben sein
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BEZIRK FELDKIRCHEN. Für jeden von uns bedeutet Ordnung etwas anderes. Der Zugang wird von jedem Menschen sehr subjektiv wahrgenommen. "Für Einige ist es erleichternd, wenn in seiner Umgebung alles geordnet und aufgeräumt ist, es wirkt sich positiv auf seine Konzentration und seine Leistungsbereitschaft aus", so die Referentinnen Heike Zeiringer-Reinwald, Dipl. Feng-Shui Coach und Meisterin Energietechnik, und Monika Huber, Beraterin LebensWirtschaft der LK Kärnten. "Für Andere ist es wichtig, in einem kreativen, chaotischen Umfeld zu leben und zu arbeiten. Solche Menschen können sich erst dort so richtig entfalten und fühlen sich befreit und voller Schaffenskraft."
Fakt sei, dass es eine gewisse äußere Ordnung und Struktur im Zusammenleben von Menschen geben muss.

Außer Kontrolle

Es gebe genügend Beispiele, wo diese äußere Ordnung verloren gegangen und außer Kontrolle geraten ist. Kinder lernen in ihrem Leben von Beginn an diese kleinste Einheit eines Ordnungssystems kennen, die Familie. Innerhalb dieser Familie lernen sie Spielregeln kennen und können somit ihr Urvertrauen entwickeln.
"Wird diese Ordnung gestört, kann es oft zur Orientierungslosigkeit kommen", gibt Zeiringer-Reinwald zu bedenken. "Wenn z. B. in der Familienstruktur einzelne Rollen fehlen oder nicht in der Ordnung sind, kann es sein, dass sich einzelne Familienmitglieder nicht richtig entfalten können. Besonders Kinder spüren dies sehr stark und suchen dann oft im Außen diese fehlenden Strukturen. Vor allem in der Pubertät kann dies große Veränderungen und negative Entwicklungen mit sich bringen, wie das „Ausbrechen“ aus dem Ordnungssystem."

„Mister Monk“ in uns

Nun empfinden wir Menschen diese Ordnung subjektiv: Die Prägung des Elternhauses, der Umgebung, der Lebenssituation und der gesamten Wohnsituation lassen diese individuellen Betrachtungsweisen entstehen.
Zu viel Ordnung und Struktur ist für gewisse Bereiche im Leben auch nicht positiv. Einige Bereiche können sich erst in freien Strukturen entwickeln und entfalten.
Ein gewisses Maß an Chaos bringt oft erstaunliche Entwicklungen hervor.
Optimal ist es, wenn jeder Mensch für sich entscheiden kann, welches Maß an Ordnung und Unordnung er im Leben braucht.
Freiheit ist das größte Gut des Menschen und endet dort, wo andere Menschen Schaden daraus ziehen.

Ballast ist Last

„Je weniger Ballast der Mensch mitträgt, desto weniger belastet ist er.“
Die Erfahrung zeigt, dass sich ein Übermaß an materiellen Dingen eher negativ auf die Atmosphäre in Wohnräumen auswirkt. Wer sich auf etwas konzentrieren will, wird dies viel leichter in einer Umgebung schaffen, die nicht übervoll mit verschiedenen Dingen ist. Einerseits werden die Gedanken von den äußeren Reizen abgelenkt und auch die innere Ordnung kann ins Wanken geraten.

Gratwanderung

Am Bauernhof gilt es zusätzlich die Herausforderung zu meistern, die verschiedenen Interessen der Großfamilie zu berücksichtigen. Sind dann auch noch betriebsfremde Personen am Hof, z. B.: Urlaubsgäste, Kunden vom Hofladen, sollte eine Planung der Wohn- und Arbeitsbereiche erfolgen. Eine Abgrenzung zwischen Privatem und Arbeitsräumen wirkt sich positiv auf die Zufriedenheit aller Familienmitglieder aus. Überlegungen wie: „Welchen Zweck erfüllt der Raum für mich, für meine Familie? Will ich mich hier entspannen, will ich Platz für mein Hobby haben? Gibt es genügend Platz für Familientreffpunkte?“ erleichtern die Planung wesentlich.
Bäuerinnen und Bauern sind manchmal sehr ausgelastet und auch überlastet von der vielfältigen Arbeit am Hof. Eine klare Struktur in den Räumen und vor allem eine räumliche Trennung der unterschiedlichen Bereiche, tragen positiv zu einer guten und ausgeglichenen Wohnharmonie bei.

Zur Sache

Wie es gelingen kann, unser Leben und unsere Wohnräume zu entrümpeln und von Ballast zu befreien, erfahren Sie beim Bezirksbildungstag der LK Kärnten- Referat LebensWirtschaft.
Mittwoch, 24. Jänner 2018, Landgasthof zum Scheiber in Sirnitz, 9 bis 13 Uhr

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