Erik(a) gewann gleich zwei Sportler-Wahlen
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Abfahrtsweltmeisterin Erika Schinegger wurde 1966 und 1967 zur Sportlerin des Jahres gewählt.
ST. URBAN. Am 14. August 1966 holte sich die St. Urbanerin Erika Schinegger als 18-Jährige in Portillo (Chile) den Abfahrts-Weltmeistertitel. Dass sie 1966 und auch 1967 zur Sportlerin des Jahres gewählt wurde, war klar. "Damals wurden Männer und Frauen nicht getrennt gewertet. 1966 wurde ich auch Österreichs Sportlerin des Jahres", erinnert sich Erik Schinegger.
Schwierige Entscheidung
Der große Schlag kam vor den Olympischen Spielen 1968 in Grenoble, denn da wurde bei einem medizinischen Test festgestellt, dass Schinegger genetisch männlich ist. "Der ÖSV war damals gegen eine Richtigstellung des Geschlechtes, ich entschied mich dennoch dafür", so Schinegger. Aus Erika wurde Erik. "Schmerzlich war für mich, dass Menschen, die mir nach dem Titel zugejubelt haben, sich plötzlich abgewendet haben", so Schinegger.
Hier bin ich
Doch aufgeben war nicht die Art des Sportlers. "Ich war damals auch bei den Männern voll drauf. Doch dies sah der ÖSV nicht gerne, ich sollte mich zurückziehen", erinnert sich Schinegger. Bei den Trainingszeiten nahm der 19-Jährige Teamkollegen wie Klammer & Co. Sekunden ab. "Aber der ÖSV verhinderte erfolgreich meine zweite Karriere. Für mich war es schlimm, denn ich wollte zeigen, ich lebe, hier bin ich", so Schinegger.
Titel nie aberkannt
Als Erik konnte Schinegger noch die Landesmeisterschaften im Riesentorlauf und Abfahrt gewinnen. Übrigens, der Weltmeistertitel wurde Schinegger nie aberkannt. "Die Goldmedaille hängt in meinem Eigenheim in Agsdorf. Eines ist sicher, ohne den Spitzensport hätte ich mein Leben nie so meistern können. Immerhin kam ich aus dem kleinen Agsdorf hinaus in die große weite Welt", so Schinegger.
Nach seiner sportlichen Karriere wurde der Agsdorfer Gastronom und baut auf der Simonhöhe erfolgreiche eine Skischule auf.
"Bei mir haben sicherlich über 100.000 Kinder das Skilaufen und Snowboardfahren erlernt", so der staatlich geprüfte Skilehrer. Besonders für Familien aus dem Raum Klagenfurt, St. Veit und Feldkirchen ist die Simonhöhe der Hausberg.
Höhenflug mit Dancingstar
Dass der ewig junge Schinegger auch auf dem Tanzparkett seinen Mann stehen kann, bewies er bei der heurigen Dancingstar-Staffel. Mit Tanzpartnerin Lenka Pohoralek schaffte es der Agsdorfer bis kurz vor das Finale. Eine Verletzung bedeutete frühzeitig das Aus.
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