Initiativ gegen Verbauung der Seewiese
Ziele bleiben Slow Trail und freier Uferbereich
- Der Slow Trail und ein freier Uferbereich sind Mindestforderungen.
- Foto: BIOS
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Bürgerinitiative hält an ihren Forderungen zur zukünftigen Nutzung der Seewiese in Steindorf fest.
STEINDORF, REGION OSSIACHER SEE, KLAGENFURT. Der Bürgerprotest geht weiter: „Der freie Seezugang auf der Seewiese Steindorf muss gewährleistet sein“, ist die klare Forderung der Bürgerinitiative Ossiacher See für unverbaute Seeufer, der unter anderem Johann Maurer, Andrea Spendier und Manfred Zniva angehören.
Einblick nach Anfrage
Die Anfrage der Bürgerinitiative Ossiacher See (BIOS) nach dem Informationsfreiheitsgesetz an die K-BV hat nach einer erfolgreichen Berufung beim Landesverwaltungsgericht einen Einblick in das Vergabeverfahren „Kärntner Beteiligungsverwaltung – Langfristige Pachtvergabe Steindorf am Ossiacher See“ ermöglicht. Die der BIOS zur Verfügung gestellten Unterlagen enthielten zwar Ziele zugunsten der Öffentlichkeit wie öffentlicher Seezugang, öffentliche Promenade, öffentliche Nutzung eines Strandbads und Badehauses. Allerdings waren es keine verbindlichen Festlegungen, sondern in diesem Kontext wohl eher Themenvorgaben für Absichten anlässlich der geplanten Verhandlungen. Üblicherweise werden solche Zielvorgaben nur selten auch wirklich realisiert.
„Die Katze ist aus dem Sack"
Freier Seezugang ist in Steindorf offenbar nicht vorgesehen: Die K-BV hat nun aber klargestellt, dass ein kostenloser Seezugang für die Bevölkerung nie vorgesehen war. Der künftige Investor soll zwar einen öffentlichen Seezugang gewährleisten, dieser darf jedoch Eintritt kosten – zu ortsüblichen Preisen von Strandbädern. Gleichzeitig soll der zukünftige Investor über die konkrete Ausgestaltung des Areals bestimmen.
Zugang kostenpflichtig
Seit Jahren wird die Öffentlichkeit mit dem Hinweis beruhigt, dass der Seezugang erhalten bleiben werde. Doch nun zeigt sich, was darunter tatsächlich verstanden wird: ein kostenpflichtiger Zugang, eingebettet in ein touristisches Projekt, dessen konkrete Ausgestaltung letztlich von einem privaten Investor abhängen soll.
Klare Signale
Dabei gibt es längst eine breite öffentliche Diskussion und zahlreiche Signale, die in eine andere Richtung weisen. Die Kärntner Landesverfassung, die Ziele des Kärntner Raumordnungsgesetzes, die baukulturellen Leitlinien, das Handbuch zur Raumplanung an Kärntner Seen, das Kärntner Seenvolksbegehren, eine Petition mit fast 5.000 Unterschriften, ein Workshop mit konkreten Zukunftsperspektiven sowie zahlreiche Aussagen von Politikern und Tourismusexperten, wonach zumindest der Slow Trail und der Uferbereich uneingeschränkt und kostenfrei für die Öffentlichkeit erhalten bleiben #%sollen.
Besorgte Stimmen hören
„Wir appellieren an die politischen Verantwortungsträger, die Signale aus der Bevölkerung nicht länger zu übergehen", unterstreichen die Vertreter der BIOS.
K-BV-Position
"Wir schreiben im Vertrag vor, wie viel Seeuferlänge öffentlich zugänglich sein muss. Von einem kostenlosen Seezugang ist nie die Rede gewesen".
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