Giganten-Duell: Sieg ging an den „Mundl“
- So sehen Sieger aus: Raimund Baumschlager und sein Co-Pilot Thomas Zeltner (li.)
- hochgeladen von Erich Hober
Baumschlager gewann zum neunten Mal im Lavanttal. Peter Ebner überraschte alle.
Sonne, Regen, Wind und Schnee – die BP Ultimate Lavanttal Rallye hatte neben ihren anspruchsvollen Sonderprüfungen einiges zu bieten. Motorsportfans erwiesen sich als hartgesotten, Tausende standen entlang der Prüfungen und verfolgten an der Spitze einen beinharten Zweikampf zwischen Raimund Baumschlager und Beppo Harrach. Im Kampf um den Gesamtsieg wechselten sie sich an der Spitze ab – im Windschatten der Sieganwärter immer Manfred Stohl und Ilka Minor. Spannender konnte der Zweikampf nicht mehr sein. Zwei Prüfungen vor Schluss lag Baumschlager eine halbe Sekunde vorne, eine SP vor dem Ende der Rallye wiederum Harrach mit 1,5 Sekunden. Auf der letzten SP entschied sich der Kampf, Baumschlager fuhr mit einem 4,8 Sekunden- Vorsprung ins Ziel.
Kampf gegen 2WD-Größen
Neben diesem Duell sorgte einer für Aufsehen und die wohl größte Überraschung bei dieser Rallye – Peter Ebner (Citroën). Mit seinem Co Gerald Winter fuhr der Lokalmatador in der 2WD-Wertung und dominierte gegen Größen wie Max Zellhofer, Hannes Danzinger oder Michael Böhm. In der Gesamtwertung fuhr Ebner auf Platz neun und gab damit für das Team Jaga Motorsport ein kräftiges Lebenszeichen. „Ich habe auf trockene Bedingungen gehofft, da ich noch keine Rallye im Nassen gefahren bin“, sagt Ebner und: „Deshalb war es für mich umso erfreulicher, den ersten Tag als Gesamt-Achter und Führender der 2WD-Wertung zu beenden.“ Auch Tag zwei verlief für Ebner – wie er sagt – „top“. „Mich hat es gefreut, dass ich bei diesen Bedingungen mit den großen Allradern mithalten konnte“, bilanziert er positiv. Danzinger entriss ihm die Führung und holte den Sieg. „Man muss aber sagen, dass Hannes gerade bei den Bedingungen eine Macht ist und das nicht nur österreichweit“, streut Ebner seinem Konkurrenten Blumen.
Im Suzuki Motorsport Cup fuhr der Lavanttaler Marco Hübler mit seinem Piloten Gerhard Aigner auf Platz vier. „Wir hatten diesmal ein kurzes Getriebe zur Verfügung, damit war es möglich, als Dritter die Zeitdifferenz zu unseren Vorderleuten mit 34 Sekunden Rückstand erträglich zu gestalten“, sagt das Duo.
Mittelkärntner Helden
Bester St. Veiter Pilot wurde Peter Schumacher, der in der Gesamtwertung auf Platz 17, im Mitropa Cup auf Platz fünf fuhr. Mehr als zufrieden zeigten sich Hannes Pink und Udo Buttolo, die sich mit ihrem Lancia im starken Feld und bei schweren Bedingungen tapfer schlugen – Gesamtplatz 39. Kurt Jabornig und Christine Scheiber landeten auf Platz 48. Heinz Leitgeb und Tochter Jasmin reihten sich auf Rang 53 ein, im Mitropa Cup reichte es für Platz 17.
Keine Sache für schwache Nerven war die Fahrt von Christoph Leitgeb und Sabrina Hartenberger. Sie hatten ihren ersten Einsatz im Opel Corsa (Opel Corsa OPC Rallye Cup). Nach Sonderprüfung zwei lagen sie in Führung. In der dritten Prüfung fuhren sie in einen Graben, beschädigten dabei den Ladeluftkühler und mussten aufgeben. Beim Re-Start kämpften sie, drängten sich im Cup noch auf Platz fünf. Wäre das Missgeschick nicht passiert, hätte der Opel Cup Sieger wohl nicht Daniel Wollinger geheißen. Lehrgeld mussten leider Klaus Demuth (Getriebeschaden auf SP2) und Robert Surtmann (Ausfall in SP1, sein erster Lavanttal-Start) zahlen.
Endergebnis – Gesamtwertung – Die Top 3:
1. Raimund Baumschlager/Thomas Zeltner
2. Beppo Harrach/Andi Schindlbacher
3. Manfred Stohl/Ilka Minor
Die Kärntner und Kärntner Beteiligungen:
9. Peter Ebner /Gerald Winter (Platz 2 Division II)
10. Patrick Winter/Jürgen Rausch
17. Peter Schumacher/Werner Puntschart (Platz 8 Division I; Platz 5 Mitropa Cup)
39. Hannes Pink/Udo Butollo (Platz 3 Division V)
48. Kurt Jabornig/Christine Scheiber (Platz 4 Division V)
50. Ferdinand Mitterbacher/Roland Gruber (Platz 5 Historic Rallye Staatsmeisterschaft Division II; Platz 2 in der Division I der Historic Rallye Staatsmeisterschaft)
53. Heinz Leitgeb/Jasmin Leitgeb (Platz 28 Division II; Platz 17 Mitropa Cup)
56. Markus Nössler/Günther Baumgartner (Platz 30 Division II, Platz 8 Division III)
64. Gerhard Aig-ner/Marco Hübler (Platz 34 Division II; Platz 4 Suzuki Motorsport Cup)
67. Christoph Leitgeb/Sabrina Hartenberger (Platz 37 Division II; Platz 5 Opel Corsa OPC Cup)
69. Günther Jörl/Wolfgang Haid (Platz 7 Division V)
85. Walther Stietka/Winfried Ertl (Platz 5 Historic Rallye Staatsmeisterschaft Division I)
88. Martin Schellander/Dieter Bardel (Platz 5 Historic Rallye Staatsmeisterschaft Division II)
Ausgeschieden:
Andreas Mörtl/Christian Fritzl (technischer Defekt)
Robert Surtmann/Michael Uschan (Aus in SP1)
Patrik Hochegger/Christoph Fritz (technischer Defekt)
Klaus Demuth/Walter Schuen (technischer Defekt SP2)
Alle Galerien im Internet (Webcodes: 75802, 75820, 75841, 75850, 75911).
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