Schöne Bescherung!

Bescherung im Hotel: Manch Hotelier hat die Chance erkannt
  • Bescherung im Hotel: Manch Hotelier hat die Chance erkannt
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Warum Hoteliers sich die Mühe sparen, bleibt Touristikern ein Rätsel. Wäre doch „Weihnachten im Kärntner Winter“ eine Chance, inländische Gäste an Land zu ziehen. WK-Tourismusexperte Wolfgang Dörfler ahnt, dass entsprechendes Angebot „für viele Familien eine hervorragende Möglichkeit wäre, ihre Festtagsprobleme zu lösen“. Vor allem die Mütter leiden unter dem Stress, den der Heilige Abend mit sich bringt. Erschöpfung, Aggressionen und Streit sind oft Resultate von überzogenen Erwartungen.
Im Hotel allerdings ist der Stress wie weggeblasen. Auf die Gäste wartet ein schöner Christbaum, man singt Lieder, Gästekinder sagen Gedichte auf und für das Festessen sorgt der Küchenchef. Einige Kärntner Hotels bieten Programm an (Infos unten). Aber: Man sieht dafür keine Werbung.

Geworben wird für den Urlaub in den Weihnachtstagen schon. Allerdings bieten nur ausländische Destinationen Weihnachtspakete an. Baden und schlemmen in Portoroz, Piran und in Sloweniens Thermen. Auch Kroatien bietet sich mit Weihnachten am Meer an. Sogar die österreichischen Skiorte Filzmoos, Saalbach und Flachau haben Weihnachtspakete geschnürt. Nur Kärnten hält inne und lässt sich das Geschäft entgehen.
„Kärntner Betriebe wenden sich lieber an die Quellenmärkte“, meint Dörfler und legt Angebote im Tuffbad von St. Lorenzen im Lesachtal und dem Karnerhof am Faaker See vor. Es handelt sich um Rundschreiben für Stammgäste. Einheimische erfahren davon wenig.

So sind Kärntner Hotels über die Weihnachtsfeiertage bestenfalls halb leer, wie das Falkensteiner in Tröpolach. Sie bieten nur regulären Betrieb an (Post, Heiligenblut) oder machen selbst Ferien. Dörfler: „Die Sache ist ja nicht unkompliziert. Manche Hoteliers fragen sich, wie sie die Gäste dem Fest entsprechend unterhalten sollen.“ Auch andere Probleme tauchen auf: „Das Personal hat ebenfalls Familie. Und unter Halbdampf kommt man zu Weihnachten nicht ans Ziel, da muss man – auch personell – voll fahren.“
Wer nicht weiß, wie er die Hotel-Weihnacht gestalten soll, kann beim Hotel „Sonnenalpe“ auf der Kanzelhöhe nachfragen (siehe ganz unten).

3 Beispiele:
• „Hochschober“ auf der Turrach und „Pucher“ am Nassfeld organisieren eine gemeinsame Fackelwanderung zur Christmette.

• Das Hotel „Kristall“ in Bad Kleinkirchheim engagiert Musiker und Streicheltiere.

• Das „Babyhotel“ in Trebesing bestellt einen Weihnachtsmann und inszeniert Theatervorstellungen der Gästekinder.

Weihnachten im Hotel:
Familie Zaubek veranstaltet in der „Sonnenalpe“ auf der Kanzelhöhe den Traum gestresster Mütter und Alleinstehender – „Weihnachten im Hotel“ – bereits seit 30 Jahren. „Bei uns hat die Hotel-Weihnacht Tradition“, verrät Besitzerin Friederike Zaubek. „Bereits am Nachmittag laden wir zum Punsch, dann können Gäste beim Baumschmücken helfen, es gibt Kekse, Drinks und viel Vorfreude.“ Nach Entzünden der Kerzen wünscht man einander mit Handschlag frohe Weihnachten, ein Musiker sorgt für Weihnachtsstimmung, Gedichte und das Evangelium runden die Feier ab. Zaubek: „Nach dem Festessen gibt’s den Chistmas Swing.“ Auf Werbung könne die Familie „wegen der vielen Stammgäste“ verzichten – „Wir wollen ein Geheimtipp bleiben …“ Den Zaubeks ist also gelungen, was Dörfler längst erkannt hat: „Man sollte bedenken, dass ein geglücktes Weihnachtsfest, gemeinsam verbracht, eine ungemein starke Gästebindung zur Folge hat. Die Hoteliers können damit rechnen, dass diese Gäste immer wieder kommen.“

Autorin: Ilse Gerhardt

Autor:

Vanessa Pichler aus Klagenfurt

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