Mehr Grün für die Brigittenau

Bezirksrat Erwin Krammer setzt sich für die Sichtbarkeit der Grünflächen und einem Erhalt des Baumbestandes ein.
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BRIGITTENAU. Ein für viele Nachbarn trauriges Beispiel: Vor Kurzem wurde in einem Hof zwischen Brigitta- und Pappenheimgasse eine 120-jährige Esche gefällt. Der Grund: Schäden durch Bauarbeiten. Besonders bitter ist, dass die gleiche Esche 2006 schon einmal beschädigt wurde, aber damals gerettet werden konnte. Im Schnitt werden in der Brigittenau jedes Jahr 150 Bäume entfernt. Diese werden durch Ersatzpflanzungen oder durch die Bezahlung einer Ausgleichsabgabe ergänzt. Insgesamt wurden in den letzten zehn Jahren sogar mehr Bäume nachgepflanzt als gerodet.

Das Plus beträgt über 250 Bäume. Die neuen Bäume sind jedoch immer Jungpflanzen, die erst nach einigen Jahren die Größe ihrer Vorgänger erreicht haben. Umgelegt auf Fußballfelder würden die gerodeten Bäume ganze fünf Fußballfelder füllen.

Als Antwort auf eine Anfrage im Bezirksparlament von Bezirksrat Erwin Krammer liegt nun eine detaillierte Statistik zu den Bäumen im 20. Bezirk vor. „Der aktuelle Stand der Bäume im 20. Bezirk beträgt in Parkanlagen 1.604 Bäume und auf den Straßen 3.264 Bäume", heißt es da. Vorwiegend handelt es sich dabei um Ahornbäume und Eschen. Über Bäume auf privaten Flächen gibt es keine Aufzeichnungen. Manche der gepflanzten Bäume sind jedoch im versiegelten Bodenbereich zu finden. Abschreckende Beispiele mit Baumpflanzungen befinden sich bei der Millennium City.

Insgesamt beträgt der Grünanteil in der Brigittenau rund 9 Prozent der Gesamtfläche und ist damit wienweit eher gering. „Ein langfristiges Ziel könnte eine Erhöhung auf 12 Prozent sein, also von derzeit 50,9 Hektar auf 62 bis 74 Hektar", wünscht sich Krammer.

Begrünung von Dächern

Einstimmig wurde im Bezirksparlament auch ein Antrag zur Potenzialanalyse von Gründächern in der Brigittenau angenommen. Begrünte Dachflächen sind eine Möglichkeit, Erholungs- und Naturräume zu erweitern oder Temperatur, Luftqualität und Klima zu verbessern. Zusätzlich können mit Gründächern der Regenwasserrückhalt und die Energiekos-ten positiv beeinflusst werden. Und auch ein wertvoller Lebensraum für Wildtiere, Vögel und Insekten wird geschaffen.

Bezirksrat Erwin Krammer setzt sich für die Sichtbarkeit der Grünflächen und einem Erhalt des Baumbestandes ein.
Die 120-jährige Esche im Innenhof wurde gefällt.
Autor:

Sabine Krammer aus Floridsdorf

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