Autokaderstraße
Mieter im Gemeindebau fürchten um ihr Mitspracherecht

Fritz Huber, Vorsitzender des Mieterbeirates, muss die Sprechstunden im Gemeindebau in ein Gasthaus verlegen.
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  • Fritz Huber, Vorsitzender des Mieterbeirates, muss die Sprechstunden im Gemeindebau in ein Gasthaus verlegen.
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Im Gemeindebau in der Autokaderstraße muss der Mieterbeirat in ein Gasthaus übersiedeln.

FLORIDSDORF.  Die Idylle im Gemeindebau in der Autokaderstraße mit 976 Wohnungen, der gepflegten Grünanlage und den freundlichen Mietern trügt. Den Grund für den Unmut schildert der Vorsitzende des Mieterbeirates, Fritz Huber: „Begonnen bei dem Tausch der Namensschilder an den Türen über die Wegnahme des Türschmuckes an den Wohnungstüren bis jetzt zur Schließung des Lokals des Mieterbeirates gibt es viel Verdruss bei den Mietern.“

Gerade die Schließung des Lokals des Mieterbeirats lässt diesen befürchten, dass der Einfluss auf die Mitgestaltung durch die Bewohner eingeschränkt werden soll. Bis jetzt hat der Mieterbeirat an jedem ersten Montag im Monat im Kellerlokal des SPÖ-Sektionslokals auf Stiege 8 die Beschwerden der Mieter behandelt. Diese individuelle Vereinbarung wurde jedoch nun obsolet, da der Lokalmieter den Mietvertrag gekündigt und das Sektionslokal an Wiener Wohnen zurückgegeben hat. Der Mieterbeirat muss daher nun auf ein nahe gelegenes Gasthaus ausweichen und hält seine Sprechstunden derzeit im Extrastüberl ab.

Schaukästen statt Lokal

Wünscht sich ein Mieterbeirat ein Mieterbeiratslokal, wird in der Wohnhausanlage nach einer geeigneten Fläche gesucht, diese dann in Gemeinschaftsfläche umgewandelt und die laufenden Kosten für Strom oder Wasser von der Hausgemeinschaft bezahlt.
Markus Leitgeb, Sprecher Wiener Wohnen, meint zum ehemaligen Sektionslokal: „Für die dauerhafte alleinige Nutzung durch den Mieterbeirat eignet sich dieses Lokal nicht, da es über 120 Quadratmeter Fläche aufweist und damit deutliche Mehrkosten für die Hausgemeinschaft entstehen würden.“

Allerdings sucht Wiener Wohnen bereits nach Alternativen für den Mieterbeirat. Momentan sind keine leer stehenden Objekte verfügbar oder zumutbar, denn, so auch der Mieterbeirat: „Eine Waschküche als Lokal ab 22 Uhr zu benutzen ist keine Option.“ Als kleine Zwischenlösung wurde nun ein Schaukasten in der Ladenzeile angebracht, um Informationen zu verbreiten. Zum Thema Anbringen von Postkästen für Mieterbeschwerden will Wiener Wohnen mit dem Mieterbeirat Kontakt aufnehmen.

Neue Mieter für Sektionslokal

Das ehemalige Sektionslokal wird nun von Wiener Wohnen renoviert. Danach werden Besichtigungen mit Interessenten durchgeführt. Selbstverständlich kann der Mieterbeirat mit zukünftigen Mietern auch wieder eine individuelle Abmachung zur Nutzung vereinbaren. Markus Leitgeb will sich jedoch auch für eine kurzfristige Lösung einsetzen und kann sich eine Zwischennutzung des Lokals vorstellen.

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