08.11.2016, 11:28 Uhr

Land unter in der Heingasse: Wunsch nach Kanal

Stefan Bodnár kann bei Regen nicht zum Eingang des Kleingartenvereins Heingasse. Grund sind hohe Wasserlacken.

Anrainer und Kleingärtner in der Heingasse fürchten sich wegen Überflutungen vor jedem Regen.

FLORIDSDORF. Stefan Bodnár ist Besitzer eines Gartens im Kleingartenverein Heingasse. Die Ruhe und Naherholung innerhalb der Anlage wird aber durch jeden Regenguss gestört. Grund ist der Parkstreifen vor dem Eingang zur Kleingartenanlage, der bei Regen bis zur Mitte der Straße überschwemmt ist.
Einen Kanal gibt es in der Heingasse nicht, lediglich einen Sickergraben. Dieser wurde bereits einmal nachgebessert, ohne jedoch eine Verbesserung der Situation zu erreichen. Stefan Bodnár: „Bei jedem längeren Regen kann man von einem kleinen See sprechen, der sich vor unseren Gärten bildet. Dann benötigt man einen Steg, um zur Kleingartenanlage zu gelangen.“

Wunsch nach Kanal

Je nach Regenmenge stehen die Wasserlacken einige Stunden bis sogar Tage nach dem Regen noch auf der Straße und erschweren den Zugang. Innerhalb der Anlage ist der Kleingartenverein für das Abwasser selbst zuständig. Schächte und eine ausreichende Sickergrube sorgen hier für den problemlosen Umgang mit Regenwasser. Bodnár: „Wir Kleingärntner müssen für das regelmäßige Auspumpen der Grube natürlich bezahlen.“

Nun ist jedoch Abhilfe in Sicht. Josef Gottschall von Wien Kanal, MA 30, meint zu der Situation: „Die Errichtung eines öffentlichen Kanals in der Heingasse ist in unserem Bauprogramm bis 2020 vorgesehen.“ Der früheste Baubeginn ist somit aus heutiger Sicht Ende 2018. Damit ist das Problem jedoch noch nicht ganz gelöst, denn auch an der Straße selbst muss etwas verändert werden. Für den Straßenbau und die Straßenentwässerung ist das Magistrat für Straßenbau und Straßenverwaltung, MA 28, zuständig. Dieses baut die Gitter am Fahrbahnrand, damit das Regenwasser abfließen kann, und schließt dieses Gitter an den Kanal an.

Keine Probleme mit Kanal

Seit drei Jahren gehört das Kanalwesen nicht mehr zu den Bezirksagenden und es gibt kaum Probleme damit. Bezirksvorsteher Georg Papai: „In der Siedlung Wolfsgrube hat es in der Vergangenheit Probleme gegeben, wenn das Pumpwerk durch Abfälle in den Toiletten ausgefallen ist. Nach der Reinigung – insbesondere von Strumpfhosen im Kanal – war die Funktion aber schnell wieder hergestellt.“
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