11.12.2017, 14:54 Uhr

Was Pendler im Bezirk Gänserndorf brauchen: Wünsche ans Christkind

Roland Hallas, Hohenau, wünscht sich "schnelle" Züge. (Foto: privat)

Der ÖBB-Fahrplanwechsel bringt zahlreiche Verbesserungen im Bezirk Gänserndorf. Doch die Pendler üben auch Kritik

BEZIRK (up/mb). Niederösterreich ist das Land der Pendler. Aktuell werden jährlich 30 Millionen Bahn- und 51 Millionen Buskilometer angeboten. Und jährlich werden es mehr. Auch im Bezirk Gänserndorf steigt das Angebot im Öffi-Verkehr. Wir haben Pendler im Bezirk gefragt, wie zufrieden sie mit der Verbindung sind - und was sie sich vom „Öffi-Christkind“ wünschen würden.
Roland Hallas fährt täglich mit der Nordbahn in die Arbeit. Um 6.42 Uhr steht er mit vielen anderen Leidensgenossen am Bahnhof Hohenau und "wir hatten noch nie so viele Zugsausfälle und Verspätungen wie dieses Jahr. Das größte Problem sind der persönliche Zeitverlust durch die vielen sinnlosen Wartezeiten", spricht Hallas vielen Pendlern aus der Seele. Neben dem einfachen Wunsch Pünktlichkeit hat Hallas noch einen zweiten Wunsch ans ÖBB-Christkind. "Für Pendler in den nördlichen Gemeinden gibt es nur einen schnellen Zug, der nicht in allen Haltestellen hält. Wir brauchen aber mehr solche Verbindungen." Auch bessere Information bei Ausfällen ist gewünscht: "Wenn ein Regionalzug nach Bernhardsthal erst ab Floridsdorf geführt wird, erhalten die Passagiere, die in Wien Mitte warten, einfach keine Info."

Zug verspätet - Bus weg

Glücklich sind dabei noch jene Pendler, die mit dem Auto zur Haltestelle fahren können. Lehrlinge oder Pendler ohne Auto, die auf Busverbindungen angewiesen sind, stehen nach Zugsausfällen oder -verspätungen oft ratlos bei der Bushaltestelle. Wenn der Zug verspätet ist, ist meistens auch der Bus weg. Ohne Abholung durch Familienangehörige oder Nachbarschaftshilfe, die spontan den am Bahnhof allein Gelassenen abholen, geht es oft gar nicht mehr weiter.

60 Millionen für Öffis

Im Bezirk Gänserndorf sind zahlreiche Investitionen in den öffentlichen Verkehr geplant, zum Beispiel werden 2,7 Millionen Euro in den Ausbau und die Elektrifizierung der Marchegger Ostbahn investiert, zudem ist die Attraktivierung der Bahnhöfe am Schweinbarther Kreuz geplant. Weiters werden sieben P&R-Anlagen, u.a. in Gänserndorf, Hohenau und Schönfeld-Lassee, um rund 5,5 Millionen Euro ausgebaut.
Mit dem Fahrplanwechsel 2017/18 erfolgt eine Verdichtung im Abschnitt Gänserndorf – Wien Floridsdorf – Flughafen in der Hauptverkehrszeit an Werktagen sowie eine stündliche Durchbindung von Gänserndorf bis zum Flughafen.
„Im Bezirk Gänserndorf werden bis 2030 über 60 Millionen Euro investiert. Heute werden im Bezirk 2,4 Millionen Zugkilometer und 2,5 Millionen Buskilometer angeboten“, stellt Landtagsabgeordneter René Lobner fest.
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