Moor-Dialogforum 2025
Abschluss des Projekts "Ramsar Wetland Communication Hub"
- Wiener Klimadirektor Andreas Januskovecz, Bundesminister Norbert Totschnig, Birgit Mair-Markart (Naturschutzbund Österreich), Sebastian Bohrn Mena (Stiftung COMÚN)
- Foto: COMÚN
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Die Bewahrung der Moore erfordert Einsatz von uns allen: Das war die zentrale Botschaft beim „Moor-Dialogforum 2025“ in Wien.
WALDVIERTEL/WIEN. Weltweit bedecken intakte Moore nur noch rund drei Prozent der Landfläche, in Österreich wird die Fläche auf rund 30.000 Hektar geschätzt. Dabei sind Moore von großer ökologischer Bedeutung: Sie speichern doppelt so viel Kohlenstoff wie alle Wälder der Erde zusammen, bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum und sind für den Wasserhaushalt von großer Wichtigkeit.
Erhalt ist gemeinsame Aufgabe
Der Erhalt dieser bedeutenden Ökosysteme geht dabei weit über die Verantwortung der Grundbesitzer hinaus – gefordert ist die gesamte Gesellschaft. Doch welchen Beitrag können Kommunen, Zivilgesellschaft und die Bevölkerung leisten? Diese und andere Fragen wurden beim „Moor-Dialogforum 2025“ diskutiert und Best-Practice-Beispiele mit rund 100 Gästen auf Einladung von Bundesminister Norbert Totschnig und der gemeinnützigen Bundesstiftung COMÚN vorgestellt. Das Dialogforum war zugleich die Abschlussveranstaltung des Pilotprojekts „Ramsar Wetland Communication Hub“.
„Der Schutz unserer Moore ist unsere gemeinsame Aufgabe. Als wertvolle Kohlenstoff- und Wasserspeicher und Lebensräume leisten sie einen unverzichtbaren Beitrag zum Klimaschutz und zur Biodiversität. Mit dem Moor-Dialogforum bringen wir jene Personen zusammen, die tagtäglich in Wissenschaft, Praxis und Politik an Lösungen arbeiten. Nur gemeinsam – mit den Eigentümerinnen und Eigentümern, Gemeinden, Bildungseinrichtungen und der Zivilgesellschaft – können wir diese einzigartigen Ökosysteme für kommende Generationen erhalten“, betonte Norbert Totschnig.
- Bundesminister Norbert Totschnig am Wort
- Foto: COMÚN
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Am „Moor-Dialogforum 2025“ wirkten neben dutzenden Experten aus Wissenschaft und Praxis unter anderen der Klimadirektor der Stadt Wien, Andreas Januskovecz, die Leiterin des Naturschutzbundes Österreich, Birgit Mair-Markhart, der Obmann des Land- und Forstwirtschaft im österreichischen Nationalrat, Georg Strasser, sowie Elfriede Moser, Sektionschefin für Forstwirtschaft, persönlich mit.
Workshops und Leitfaden
Seit 1. März 2024 und noch bis 31. Mai 2025 läuft das Pilotprojekt "Ramsar Wetland Communication Hub", durchgeführt von der Common Affairs GmbH, einem Unternehmen im Besitz der gemeinnützigen Bundesstiftung COMÚN. Es wird aus Mitteln des Programms für ländliche Entwicklung des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft gefördert.
Im Rahmen des Projekts soll das Bewusstsein für die Bedeutung von Feuchtgebieten am Beispiel des nördlichen Waldviertels gesteigert sowie unterschiedliche Zielgruppen für eine verstärkte Involvierung aktiviert werden. Neben Workshops mit Schülern, Pädagogen und Waldbesitzern, wird auch ein praxisbezogener Leitfaden erarbeitet. Dieser soll dazu beitragen, dass wichtiges Wissen über Feuchtgebiete verbreitet wird, etwa über Waldpädagogen. Der Leitfaden wird von der österreichischen Waldbotschafterin Hermine Hackl unter Einbindung von zahlreichen Fachleuten gestaltet, wird bis Ende Mai vorliegen und dann auf wetlandshub.at kostenfrei abrufbar sein. Auf dieser Webseite gibt es auch eine Dokumentation der Projekt-Aktivitäten.
Projektleiter und COMÚN-Vorstand Sebastian Bohrn Mena erklärt: „Wir brauchen jetzt ein neues Miteinander, wenn wir die Natur für unsere Nachkommen bewahren wollen. Eigentum verpflichtet und das gilt insbesondere auch für die öffentliche Hand. Mit unserem Projekt geben wir einen Anstoß zur Bewusstseinsbildung zur Wichtigkeit von Feuchtgebieten und hoffen, dass die Erkenntnisse große Verbreitung finden.“
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