19.10.2016, 12:00 Uhr

Irrer schoss Katze in Gmünder Garten an

Das Ehepaar Killinger mit seinem Kater "Minki", der von einem Unbekannten vermutlich im Garten angeschossen wurde.

Kater Minki wurde von Schrotladung gestreift – und das wahrscheinlich im Garten seiner Besitzer.

GMÜND (eju). "Das darf ja nicht wahr sein, wer macht denn so etwas?", sind Wilhelm und Margit Killinger fassungslos. Ihr Kater Minki hatte Glück im Unglück: Ein Unbekannter schoss mitten im Siedlungsgebiet in Gmünd Neustadt mit einem Schrotgewehr auf das Tier, streifte es zum Glück aber nur.


Kater schrie laut

"Vergangenen Samstag (8. 10.) um etwa zehn Uhr abends ließ meine Frau unseren Kater nochmals kurz in den Garten. Etwa fünf Minuten später hörte sie ihn jämmerlich schreien und dachte zuerst, er habe mit einem anderen Kater womöglich gekämpft. Als er dann ins Haus kam, war er völlig verstört und ließ sich nicht mehr angreifen. Sein Fell war ganz zerzaust", berichtet Wilhelm Killinger im exklusiven BB-Gespräch.
Am selben Abend habe man das verstörte Tier gar nicht mehr einfangen können, dafür aber am nächsten Morgen.


Schrotkugeln im Röntgenbild

"Weil unsere Tierärztin keinen Wochenenddienst hatte, fuhren wir mit dem Kater nach Vitis zu Frau Doktor Ziegler. Wir dachten noch immer, dass er bei einer Rauferei von einem anderen Kater verletzt worden sein könnte, man konnte ihn am Rücken kaum angreifen. Umso größer war unser Entsetzen, als die Tierärztin eine Röntgenaufnahme machte und darauf die Schrotkugeln zu sehen waren, die unser Kater abbekommen hatte. Offensichtlich hat mitten im Siedlungsgebiet, wahrscheinlich sogar als er bei uns im Garten war, jemand auf ihn geschossen. Wir haben im Garten dann die Stelle gefunden, wo Haare von Minki nach dem Streifschuss büschelweise im Gras gelegen sind", berichtet Wilhelm Killinger. Der Kater Minki, der der Familie vor vier Jahren, bereits kastriert, zugelaufen ist, verlasse den Garten nur selten.

Wer hat etwas gesehen?

"Wir haben eine zweite Katze, nun trauen wir uns abends gar nicht mehr die beiden hinaus zu lassen – und trauen uns selber beinahe auch nicht mehr raus. Aber vielleicht hat ja jemand an dem Abend etwas gehört oder gesehen. So ein Schrotgewehr ist ja laut", hofft der Katzenbesitzer auf aufmerksame Nachbarn, die den Vorfall eventuell mitbekommen haben. Die behandelnde Tierärztin Dr. Anna Ziegler aus Vitis ist entsetzt über diesen Fall: "Es ist traurig, dass so etwas passiert. Man schießt keine Tiere an, man hätte dabei auch Kinder oder Erwachsene treffen können. Die Katze hatte große Schmerzen und dabei noch großes Glück gehabt. Die Polizei wurde von uns verständigt und der Vorfall angezeigt."
Wenn jemand etwas über den Vorfall weiß, kann er/sie sich gerne an die Polizeidienststelle Gmünd wenden: Tel. 059133/3400.
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