18.09.2014, 18:34 Uhr

Leserbrief zu: Asylwerber und Toleranz von Franz Döller

Dieser Leserbrief beginnt mit den Worten: Es ist traurig..........., darauf
komme ich später noch zurück. Ich finde es gut wenn man Menschen, die aus
Furcht vor Verfolgung und aufgrund der Rasse, Religion, Nationalität,
politischer Gesinnung und Zugehörigkeit zu einer sozialen Gruppe, hilft.
Laut Asylgesetz (Bundesgesetz) gelten diese Menschen als Asylanten bzw.
Flüchtlinge, geregelt im österreichischen Asylwesen. Das einzelne
Bundesländer ihre "Aufnahmequoten" nicht erfüllen und schon laut darüber
nachgedacht wurde eigene Zeltstädte zu errichten, stimmt mich aber sehr
nachdenklich. Ängste und Vorurteile gegenüber den Flüchtlingen wird es
immer geben, das hat aber selten etwas mit Demagogie und Populismus zu tun,
sondern liegt eher an der mangelnden Aufklärung gegenüber der Bevölkerung.
Wie lange darf ein Flüchtling in Österreich bleiben, wie hoch sind die
Kosten und wer trägt diese, welche Rechte und Pflichten hat ein Flüchtling,
wie viele Flüchtlinge werden voraussichtlich aufgenommen werden usw., das
sind nur ein paar Punkte von vielen. Es wird soviel Geld für mehr oder
weniger sinnlose Broschüren ausgegeben, liebe Politiker aller Parteien,
druckts eine Wahlbroschüre weniger vor den nächsten Wahlen, nehmt das Geld
und macht einen schönen Folder zum Thema Asylanten/Flüchtlinge und schickt
diesen an jeden Haushalt! Vielleicht trägt das zu einem besseren
Verständnis und zu einem besseren Miteinander in der Bevölkerung bei!
Es ist aber auch traurig wenn 2014 mitten in Österreich das Volk von einem
heimischen Radiosender zusammen mit einem Partner "angeschnorrt" wird, um
Geld für 1000 Schreibtische für armutsgefährdete Kinder zu spenden. In
Österreich sind 304.000 Kinder armutsgefährdet und leben an oder bereits
unter der Armutsgrenze. Das ist eine Schande für Österreich und ein
Armutszeugnis für unsere Bundesregierung. Was ich damit sagen will, das Problem der Kinderarmut ist wichtig, mehr Toleranz gegenüber Flüchtlingen ist auch wichtig - und keines von beiden ist MEHR oder WENIGER wichtig!
Franz Döller, Gmünd via E-mail
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