Leichte Entspannung 2019 im Bezirk Jennersdorf
Bevölkerungszahl im Bezirk Güssing schwindet weiter

Am krassesten war der Einwohnerschwund in den letzten zwölf Monaten in Inzenhof mit - 6,3 %.
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  • Am krassesten war der Einwohnerschwund in den letzten zwölf Monaten in Inzenhof mit - 6,3 %.
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Die Bevölkerungszahl des Bezirks Güssing ist 2019 das achte Jahr hintereinander gesunken. Zum 1.1.2020 lebten laut Statistik Österreich 25.701 Menschen in den 28 Gemeinden, zum 1.1.2019 waren es 25.797. Der Rückgang beträgt 0,37 %.

Im Bezirk Jennersdorf hingegen war ein leichtes Plus zu verzeichnen. 17.100 Einwohner bedeuten einen Zuwachs von 0,2 % gegenüber dem Stichtag 2019. Allerdings ist es trotzdem die zweitniedrigste Bevölkerungszahl, die zusammengezählt in den zwölf Gemeinden des Bezirks in den letzten 30 Jahren zu verzeichnen war.

Negativ-Rekord in Inzenhof

Besonders krass war der Einwohnerschwund in den letzten zwölf Monaten in Inzenhof (- 6,3 %), Mühlgraben (- 3,3 %), Strem (- 2,9 %), Stinatz (- 2,7 %), Gerersdorf-Sulz (- 2,4 %) und Eltendorf (- 2,3 %).

Plus-Rekord in Heugraben

Die prozentuell höchsten Zuwächse waren im Vorjahr in Kleingemeinden zu verzeichnen: in Heugraben (+ 6,42), Kleinmürbisch (+ 4,5 %), Hackerberg (+ 3,7 %), Bildein (+ 3,3 %) und Königsdorf (+ 3,2 %).

Bedrückende Langzeit-Entwicklung

Beunruhigend ist der Vergleich der Bevölkerungsentwicklung über einen längeren Zeitraum. Sie zeigt, dass der Bezirk Güssing in seiner Gesamtheit von 2002 bis heuer 1.166 Bewohner eingebüßt hat (- 4,34 %), der Bezirk Jennersdorf 784 (-4,38 %).

Jeder Fünfte in 18 Jahren verloren

Am krassesten ist der Schwund in der Gemeinde Heiligenbrunn, die in den letzten 18 Jahren ein Fünftel ihrer Bevölkerung verloren hat (- 20,2 %). Dahinter in der Negativ-Rangliste folgen Neustift bei Güssing (- 18,3 %), Großmürbisch (- 14,4 %), Moschendorf (- 13,98 %) und Güttenbach (- 13,5 %).

Im Bezirk Jennersdorf verloren am stärksten die Gemeinden des Neuhauser Hügellands: Mühlgraben (- 13,1 %), Neuhaus am Klausenbach (- 12,9 %) und Minihof-Liebau (- 10,4 %).

Nur fünf von 40 Gemeinden wuchsen

Nur fünf von insgesamt 40 Gemeinden wuchsen zwischen 2002 und 2020: Stegersbach (+ 11,9 %), Rudersdorf (+ 4,4 %), Bocksdorf (+ 2,3 %), Olbendorf (+ 2,1 %) und Burgauberg-Neudauberg (+ 1,1 %).

Bezirksstädte schrumpfen

Was österreichweit völlig untypisch ist: Selbst in den Bezirksvororten sank die Einwohnerzahl. In Güssing von 3.843 auf 3.669 (- 4,5 %), in Jennersdorf von 4.258 auf 4.111 (- 3,45 %).

Aus der aktuellen Bevölkerungsstatistik für die Bezirke Güssing und Jennersdorf

Die größten Gemeinden zum 1.1.2020
1. Jennersdorf 4.111 Einwohner
2. Güssing 3.669
3. Stegersbach 2.662
4. Rudersdorf 2.173
5. St. Martin an der Raab 1.995
6. Kukmirn 1.983

Die größten Verlierer 2019-2020
1. Inzenhof (- 6,3 %)
2. Mühlgraben (- 3,3 %)
3. Strem (- 2,9 %)
4. Stinatz (- 2,7 %)
5. Gerersdorf-Sulz (- 2,4 %)

Die größten Gewinner 2019-2020
1. Heugraben (+ 6,4 %)
2. Kleinmürbisch (+ 4,5 %)
3. Hackerberg (+ 3,7 %)
4. Bildein (+ 3,3 %)
5. Königsdorf (+ 3,2 %)

Die größten Verlierer 2002-2020
1. Heiligenbrunn (- 20,2 %)
2. Neustift bei Güssing (- 18,3 %)
3. Großmürbisch (- 14,4 %)
4. Moschendorf (- 13,98 %)
5. Güttenbach (- 13,5 %)

Die Gewinner 2002-2020
1. Stegersbach (+ 11,9 %)
2. Rudersdorf (+ 4,4 %)
3. Bocksdorf (+ 2,3 %)
4. Olbendorf (+ 2,1 %)
5. Burgauberg-Neudauberg (+ 1,1 %)

Autor:

Martin Wurglits aus Güssing

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